Ein Blog rund um die Sanierung der Brücke der Städtepartnerschaft und Alternativen zum geplanten Neubau einer weiteren, dauerhaften Brücke am Wittichsteg in Rotenburg an der Fulda -
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Freitag, 6. Juni 2008

Leserbrief "Brückenneubau mit neuen Fehlern" von Manfred Hildebrand

Ein entscheidendes Argument der politischen Entscheidungsträger für die Standortwahl der jetzt maroden Brücke war die Befürchtung, dass über eine „Südbrücke" die Kaufkraft von Bürgern der angeschlossenen Stadtbereiche und von Soldaten nach Bebra u. Bad Hersfeld abfließen würde. Im Umkehrschluss heißt das doch, dass mit einer dauerhaften „Wittichbrücke" die Kaufkraft an die Braacher Strasse gelenkt werden soll. Arme Innenstadt ! Nachdem 1968 die brutale Schneise durch die historische Altstadt geschlagen wurde, entwickelte sich der verbliebene, nördlich davon gelegene Stadtteil als bevorzugtes Wohngebiet für ältere Menschen. Von der „Hessische Heimstätte" wurde zahlreiche Altenwohnungen gebaut. Im Vertrauen auf eine ruhige Wohnlage mit kurzen ,ebenen Wegen zur Innenstadt und in die Fulda - Aue investierten zahlreiche Bürger erhebliche Beträge in Wohnanlagen und Eigenheimen. Die Verkehrslenkung durch die Bürgerstraße hat einen stärkeren Ausbau derselben zur Folge. Die Anwohner sollen nun auch noch in Form von Anliegerkosten den Wertverlust ihrer Immobilie und die Verringerung der Wohnqualität bezahlen. Wenn in der Stadtverordneten - Versammlung am 20. Mai von den 19 Ja-Stimmen der SPD -Fraktion allein 4 Stimmen von Stadtbediensteten abgegeben wurden, lässt in mir den Verdacht aufkommen ,dass neben der Parteiraison noch andere Überlegungen dieser Personen mit im Spiel waren. Die Entscheidung dauerhafte „Wittichbrücke" sollte unter Beachtung aller inzwischen bekannten Argumente eigenverantwortlich von den Befürwortern überdacht werden !

Manfred Hildebrand

Am Schild 10
Rotenburg

Bürgerbegehren - kleine Arithmetik

Zur besseren Einordnung der bisher über 1000 gesammelten Unterschriften (und dem angestrebten Ziel von etwa 1300 - 1400), die in in kürzester Zeit gegen eine dauerhafte Brücke am Wittichsteg gesammelt wurden, folgende Information:

Quelle: http://www.meinepolitik.de/merkbuer.htm
bzw.
§ 8b Bürgerbegehren und Bürgerentscheid der Hessischen Gemeindeordnung (HGO)

9.1. Das Zustimmungsquorum beim Bürgerentscheid
Dieses Erfordernis beim Bürgerentscheid besagt, daß ein Bürgerentscheid dann erfolgreich ist, wenn zwei Bedingungen erfüllt werden:

1. Eine Mehrheit der Abstimmenden entscheidet im Sinne des Begehrens
2. Mindestens 25 Prozent der Stimmberechtigten entscheiden im Sinne des Begehrens.

Beispiel (angepasst für Rotenburg): Bei ca. 11.210 Wahlberechtigten* müssen für das Begehren
(1.) die Mehrheit der Abstimmenden (> 50 %) und
(2.) mindestens 2.803 Stimmen (25 % der Stimmberechtigten) stimmen

*Anzahl Wahlberechtigter Gemeindewahl 2006 -> 11.210
Quelle: http://www.hsl.de/subweb/k2006/TG632018.htm

Meinung von Heiko Ridder

Einerseits mit Bestürzung, anderseits mit Verwunderung höre und lese ich von dem Rotenburger Plan, das Ende der Bürgerstraße duch eine Brücke zu versauen.
Ja, seit Ihr Politiker denn von allen guten Geistern verlassen ? Und: Hattet Ihr überhaupt schon mal welche ??
Als "alter ehemaliger Bewohner" der Bürgerstr. 43 ist mir der Werdegang dieser Straße wohl bekannt. 1969 haben die Ridders dort gebaut, zusammen mit Beckers ein Doppelhaus.
Nach und nach kamen andere Häuser hinzu, links und rechts der Straße.
Alle Häuschen stehen recht dicht an der Fahrbahn, ging damals nicht anders.
Wenn nun die Bürgerstraße verbreitert werden soll - und das müßte sie dann ja wohl - stehen die Milchflaschen und hängen die Brötchen morgens direkt im Fahrtwind vorbeifahrender LKW, Fenster öffnen ist nicht mehr drin, weil der Dreck sonst die Küche versaut. Ich will gar nicht erst von Lebensqualität und ähnlichem reden, meine Vorredner haben das excellent getan. Was ich aber sagen will:
Die Rotenburger Politik ist nicht mehr das, was sie mal war.
Menschen, wie z.B. der damalige Bürgermeister Stephan, scheint es in der Teppichbodenabteilung des Rathauses nicht mehr zu geben.
Schade. Derjenige, der mein Haus gekauft hat vor ein paar Jahren, wird es nun verfluchen.
Und - liebe Mitbürger aus ROF: Mit Denken und mit Logik hat das nichts zu tun. Wir reden hier von Parteienklüngel und Lobbyisten, die es geschafft haben, die Lispenhäuser Lösung ad acta zu legen.
Habt Ihr mal geschaut, ob einer von den hohen Herren da hinten einen Garten hat ? Jede Wette ist das so.
Wenn jetzt jemand meint, der hat gut reden da aus der Ferne: Stimmt.
Aber ich solidarisiere mich trotzdem mit Euch.
Bleibt hart und zieht das duch. Meine Stimme habt Ihr.

H e i k o R i d d e r

Robert-Koch-Straße 12
63110 R o d g a u
www.bembelriders.de
heiko.ridder@polizei.hessen.de
0176-96109967
06106-13665

Aus der Vogelperspektive - von Horst Sauer

Der Mensch hat mir den Namen Fridolin verpasst, weil er dazu neigt, jedem Geschöpf einen Namen zu geben. Nun bin ich eine männliche Amsel, der Freude an der schönen nahrungsreichen Natur hat. Vor allen Dingen liebe ich die sauerstoffreichen Bäume und Sträucher, in denen ich zusammen mit meinem Weibchen unser gemeinsames Nest bauen kann. Mehr und mehr bekomme ich aber graue Federn, wenn ich beobachte, wie ein mit saftig grünen Blättern gewachsener gesunder Baum nach dem anderen von Menschenhand gefällt wird oder grüne Auen durch eigenartige befestigte steinähnliche Linien, auf denen stinkende Vehikel in großen Mengen sich fortbewegen, verschwinden. Dazu kommen noch gewaltige Stürme und dicker Regen, die ich bis jetzt mit dieser Gewalt noch nicht kannte. Mancher von mir geliebter Baum hat es richtig umgehauen. Was soll aus unserer Amselfamilie nur werden ? Die Luft wird ungenießbarer, die mit viel Aufwand betriebene Nahrungssuche wird immer schwieriger. Und wenn ich mal etwas vermeintlich Leckeres zwischen mein Mäulchen bekomme, dann schmeckt das plötzlich so eigenartig, dass ich davon Magenkrämpfe bekomme. Manch ein Verwandter von mir hat das leider nicht überstanden. Auch die anderen Artgenossen beschweren sich immer mehr über diesen Zustand. Sie erwägen aus der wunderbar schönen Gegend fortzuziehen, weil sie es ihren Kindern nicht mehr zumuten wollten, von verpesteter Luft und vergifteten Körnern und Gräsern ihr Dasein zu fristen.
Zum Glück kenne ich noch ein paar Menschengeschöpfe, die zu uns Tieren hält, und die alles für uns aber auch für sich versuchen, unser und ihr Leben lebenswert zu erhalten. Leider können und verstehen wir zwar nicht ihre Sprache, aber dafür antworten wir mit einer viel schöneren Geste, nämlich unserem weit hörbarem Zwitschern, Pfeifen und Trillern.
Ich appelliere daher an Euch alle, lasst uns leben und versucht, so gut es geht, die noch bestehenden Naturräume zu pflegen und zu erhalten.

Euer Fridolin
mit seinem Freund
Horst Sauer

Mittwoch, 4. Juni 2008

Presse Mitteilung - Interessengemeinschaft Hochwasserschutz - Neue Fulda Brücke am Wittichsteg

Die Bürger wollen und brauchen die Brücke zum Einkaufszentrum am Weihersgrund nicht. Die Menschen in der Stadt werden immer älter. Unsere Geschäfte in der Innenstadt müssen daher erhalten bleiben. Die zusätzliche Verkehrsschneise zum Einkaufszentrum ist das falsche Konzept. Durchgangsverkehr, auch überregionaler, der zusätzlich angezogen wird, gehört nicht in ein Wohn- und Erholungsgebiet.

Für die Reparatur der Brücke der Partnerschaften wird für die Bauzeit eine Behelfslösung benötigt.

Neben anderen Möglichkeiten bietet sich bereits heute für PKW-Verkehr, Feuerwehr und Rotes Kreuz sowie Linien-und Schulbusse die alte Fuldabrücke als Ersatz an. Wenn dies nicht genügen sollte, kann eine zusätzliche schmale Behelfsbrücke neben der Baustelle errichtet werden. Diese Behelfsbrücke wird einspurig ausgelegt, was den Vorteil hat, dass ausreichend Platz für die Arbeiten im Brückenbereich bleibt und dass die Anwohner während der Bauphase weniger Verkehr ausgesetzt sind als heute.

Für die Rotenburger entstehen keine zusätzlichen Kosten, weil das Land Hessen die Ersatzbrücke für die Baustelle bezahlt. Der Schwerverkehr muss wie bisher umgeleitet werden.

Bei dieser Lösung entfällt jegliche Notwendigkeit einer dritten dauerhaften Brücke im Stadtbereich. Im Übrigen sollte die Stadt sich Gedanken darüber machen, dass die extrem lange Bauzeit abgekürzt wird.

Die Rotenburger Bürger sind empört darüber, dass der Bürgermeister sein offensichtlich schon lange geplantes Projekt vor der Öffentlichkeit und der Opposition bis zuletzt geheim gehalten hat.

Durch dieses unzulässige Verhalten wurden die notwendigen Diskussionen und Beratungen für die Entscheidungsfindung in der Öffentlichkeit und bei den Entscheidungsträgern erfolgreich verhindert. Nur aus diesem Grund sind die Abstimmungen positiv für das umstrittene Projekt ausgefallen.

Ein höchst zweifelhaftes und undemokratisches Vorgehen des Herrn Fehr, der damit das Vertrauen, dass die Bevölkerung in ihn gesetzt hat, mit Füssen tritt.

Der Bürgermeister schädigt Rotenburg nachhaltig, es werden weitere Schulden aufgetürmt, die wir uns nicht leisten können und die von den nachfolgenden Generationen bezahlt werden müssen. Dies gilt auch für die hohen Instandhaltungskosten der geplanten neuen Brücke.

Die Stadt Rotenburg hat es bis heute noch nicht einmal geschafft, den Wittichsteg vollständig zu bezahlen bevor er abgerissen werden soll.

Mit dem hohen Zuspruch der Bürger zu den Initiativen wird die Ablehnung der Bevölkerung zu einer dritten Haupt- und Schwerverkehrsverbindung mitten durch das Wohngebiet am Rande der neu geschaffenen Fuldaauen deutlich.

Der Naherholungswert von Rotenburg wird nachhaltig beeinträchtigt, wenn das Konzept des Bürgermeisters umgesetzt werden sollte.

Eine hässliche Brücke in Rotenburg reicht. .Das Stadtbild wurde bereits damals vor 4o Jahren massiv beeinträchtigt. Hände weg von einer weiteren Verschandelung.

Der Wittichsteg wird an einem normalen Werk- und Schultag von mehr als 500 Bürgern und Schülern passiert, die gern auf den Autoverkehr verzichten.

Eine Stadt, die ihr wichtigstes Naherholungs - und Naturschutzgebiet direkt in Stadtnähe zerstört und daraus einen Verkehrsmoloch mit Lärm und Abgasgestank macht, verliert an Attraktivität und wird daher keine Erholungssuchenden mehr begeistern können.

Der Fremdenverkehr in Rotenburg wird daher geschädigt.

Rotenburger Einzelhandelsgeschäfte, Gaststätten, Hotels und Pensionen werden zwangsläufig Einbußen erleiden müssen. Dies ist auch für unser HKZ zu befürchten.

Die Bürger in Rotenburg haben hart dafür gekämpft, dass der Hochwasserschutz umgesetzt wurde und eine natürliche Auenlandschaft von hohem Erholungswert entstanden ist.

Der Bürgermeister, der den Hochwasserschutz als sein eigenes Vorzeigeprojekt präsentiert, kommt nun auf die absurde Idee, es wieder zu zerstören.

Es werden nicht nur die Anlieger der Bürgerstraße die Geschädigten und Betroffenen sein, sondern die gesamte Stadt und insbesondere auch die zukünftigen Generationen.

Wir sind darüber entsetzt und wehren uns entschieden dagegen.

Wie viele Brücken brauchen Herr Fehr und seine SPD Stadtverordneten? Nur wegen der Reparatur einer maroden Brücke soll eine zusätzliche dauerhafte Brücke neu gebaut werden, obwohl die alte Rotenburger Fuldabrücke doch voll funktionstüchtig ist.

Der Bürgermeister hat bei der neuen Verkehrsführung wohl nicht bedacht, dass er die betroffenen Anlieger massiv schädigt und Kindern ihren sicheren Schulweg zerstört. Oder doch – nimmt er dies billigend in Kauf?

Bei den engen Straßen, die insbesondere betroffen sind ( Bürgerstraße, Enge Gasse, Am Kies, Am Rasen usw. ), entsteht hier ein hohes Gefährdungspotential für die Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Anlieger. Es gibt viele, teilweise schlecht überschaubare Grundstücks-ausfahrten, so dass bei den engen Straßen auch Unfälle vorprogrammiert sind.

Was für eine rücksichtslose Planung durch Herrn Fehr, ein gewachsenes innerstädtisches großes Wohngebiet durch einen geänderten Flächennutzungsplan in einen völlig anderen Zweck umzuwidmen und damit zu entwerten.

Es ist empörend!

Was wurde dem Investor des Weihersgrund Centers versprochen? Etwa eine weitere Verkehrsanbindung ( dritte Fuldabrücke am Wittichsteg ) ? War dies die Vorraussetzung für dessen Investitionszusage zum Einkaufszentrum?

Der Verkehr soll offensichtlich noch bequemer dorthin gelenkt werden. Damit würden die Innenstadtgeschäfte zugunsten des neuen Einkaufszentrums zusätzlich geschwächt. Soll die Bevölkerung in Zukunft möglichst nur noch das Nötigste in der Innenstadt einkaufen?

Für die Anbindung an die Braacher Strasse benötigt die Stadt Rotenburg das Hausgrundstück der Familie Wilfert. Vermutlich wurde hier schon vorsorglich ein Vorverkaufsvertrag abgeschlossen.

Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Stadt schon lange Zeit im Voraus diese Pläne der zusätzlichen Hauptverkehrsstraße geplant hat und nicht ihrer Verpflichtung der frühzeitigen Information der Bevölkerung nachgekommen ist.

Der Bürgermeister hat eine unzulässige Informationspolitik betrieben, die aus unserer Sicht verhindern sollte, dass die Bevölkerung und die Opposition mit in die Entscheidungen einbezogen werden.

Dazu passt auch, dass die Stadt zu einer Bürgerversammlung am 24.06.08 eingeladen hat, während bereits am 19.06.08 im Stadtparlament entschieden wird.

Warum stellt sich Herr Fehr nicht vor der Abstimmung im Parlament den Bürgern? Dies wäre faires und demokratisches Verhalten.

Wahrscheinlich wurde der Termin jedoch so spät gelegt, dass eine Bürgerversammlung die Entscheidungsabstimmung nicht mehr beeinflussen kann.

Wir können auf eine solche Bürgerversammlung am 24. Juni. verzichten.

Insider verbreiten mittlerweile in der Stadt, dass wir machen können was wir wollen, es ist alles bereits beschlossen, entschieden und in trockenen Tüchern.

Wir werden mit allen legalen Mitteln die Pläne von Herrn Fehr verhindern.

Aufruf an alle Bürger in Rotenburg:

Wehren Sie sich, werden Sie aktiv oder helfen Sie durch Ihre Solidarität mit, dass unsere Stadt nicht ihre Attraktivität verliert und durch zusätzlichen Verkehr und hässlicher Brücken verschandelt wird.

Rotenburg im Juni 2008

Elfriede Huth

Enge Gasse 20
Rotenburg

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Heidelind Peichl-Schiffer

Verfolgt man die in der Rotenburg-Bebraer Allgemeinen veröffentlichten Leserbriefe, zu denen ich mich auch bekenne, zum Thema „Wittichbrücke", besteht bei der Bevölkerung unserer Stadt, angrenzenden Ortschaften, einschließlich Touristen und Gästen eine weit überwiegende Aversion zu diesem, mit aller Gewalt zu verwirklichendem Projekt. Rein gefühlsmäßig sind doch mindestens 80% der Bürger mit dem Vorgehen des Bürgermeisters und seiner SPD-Fraktion nicht einverstanden.
Man fragt sich doch, wie die Fraktion der SPD zu 100% für dieses, vom Bürger nicht gewollten, Monstrum stimmen kann, Sind diese Abgeordneten etwa nicht ein Spiegelbild der Bevölkerung? Geben sie vielleicht ihr Rückgrat an der Garderobe ab ? Wie können diese Damen und Herren es wagen, sich weiterhin als unsere, der Wähler Vertreter zu sein? Ich meine sie haben dieses Vertrauen verwirkt. Die Stadtverordneten und der Bürgermeister haben wohl auch verdrängt, dass sie vom Bürger für die Wahlperiode lediglich ein Mandat bekommen haben, also den Auftrag, den Wählerwillen zu vollenden. Niemals hat der Wähler ihnen einen Freibrief ausgestellt, in dieser Zeit zu tun und zu lassen, was ihnen gefällt. Sie sind auch zwischen den Wahlen dem Wohle des Bürgers verpflichtet und ihm Rechenschaft schuldig.
Man wünscht sich in dieser SPD mehr Mandatsträgerinnen und -träger vom Format einer Dagmar Metzger. Diese Frau zeigt in vorbildlicher Weise, wie man in der Politik beispielhaftes Verhalten zeigen kann, auch wenn es den Oberen nicht gefallen mag. Dazu gehört natürlich Mut, den man sich aber offensichtlich in unserer Stadt nicht leisten darf.

Heidelind Peichl-Schiffer

Enge Gasse 27
Rotenburg an der Fulda
06623-5884

Dienstag, 3. Juni 2008

Leserbrief "Wittichbrücke" von Hans Raudonat

wenn ich nicht wüßte, wie schwierig es ist, kommunale, Landes- und Bundesstraßenplanungen unter einen Hut zu bringen, könnte man bei der Planung einer Brücke am Wittig an einen Schildbürgerstreich denken.

Wenn Herr Fehr fest damit rechnet, daß die Fuldabrücke im Zuge der Umgehung Lispenhausen gebaut wird, so sind die Kosten einer 4. Brücke m.E. einfach nicht zu verantworten. Man sollte den Bau der Brücke nahe dem Storchensee dringlich vorantreiben und erst nach deren Fertigstellung die Hauptbrücke in Rotenburg neu bauen oder sanieren.

Hans Raudonat

Mörikestraße 6
36199 Rotenburg - Lispenhausen
Tel.: 06623 5445

Montag, 2. Juni 2008

Leserbrief "Dauerhafte Brücke am Wittich – Sportplatz" von Matthias Becker

Zu dem Bauvorhaben einer dauerhaften Brücke am Wittich - Sportplatz muss die Frage gestattet sein, wer Gewinner und Verlierer dieses Planes ist.

Verlierer sind zunächst die betroffenen Anwohner der Bürgerstraße, die zukünftig mit Lärm und Dreck sowie einem massiven Wertverlust ihrer Immobilien rechnen müssen. Und zwar auch dann noch, wenn die Brücke der Städtepartnerschaft längst saniert ist.

Verloren haben ebenfalls die Bürger Lispenhausens und das Gewerbegebiet Hochmahle. Ein Narr wer glaubt, Rotenburg würde jemals eine vierte Fuldabrücke bekommen! Was das für die Ortsumgehung Lispenhausen und die weitere Erschließung des Gewerbegebietes Hochmahle bedeutet, liegt auf der Hand.

Verloren haben auch die Handel- und Gewerbetreibenden der Innenstadt. Zukünftig braucht der Konsument ja nicht mal mehr durch die Stadt fahren, um zu Tegut und dem noch entstehenden Einkaufszentrum Weihersgrund zu gelangen.

Und damit wären dann auch die beiden Gewinner des Bauprojekts genannt. Ein wenig erstaunt hat mich seinerzeit schon, dass ein Investor viele Millionen verbauen will, und Tegut in großem Stil umbaut und erweitert, bei der derzeitigen Verkehrsanbindung. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

Mit einer sinnvollen, an Fakten und Notwendigkeiten orientierten Verkehrspolitik hat das alles nichts zu tun. Die dritte Fuldabrücke gehört dahin wo sie bisher geplant war, zwischen die Kernstadt und Lispenhausen! Das erspart dem Steuerzahler einen kompletten Brückenbau, mit allen anfallenden Folgekosten.

Ich kann nicht glauben, dass es nicht möglich sein soll erst Baurecht für die Brücke an der Hochmahle zu schaffen, sie zu bauen und dann die Brücke der Städtepartnerschaft zu sanieren. Sowohl Stadtverordnete als auch die Verantwortlichen in Wiesbaden sollten noch einmal über den verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeldern nachdenken!

Matthias Becker

Nürnberger Str. 97
Lispenhausen

Interessengemeinschaft Bürger für die Bürgerstraße - Wichtige INFO

Am Dienstag, den 03.Juni, um 20.00 Uhr wollen wir uns in einer Halle bei Bus-Zilch (Ende der Bürgerstr.) treffen. Das Treffen ist eine geschlossene Veranstaltung der Interessengemeinschaft Bürger für die Bürgerstraße.
Ein zahlreiches Erscheinen möglichst vieler Anwohner (und aller Gegner einer dauerhaften Wittichbrücke) wäre sehr wichtig.

Sonntag, 1. Juni 2008

Meinung von Horst Sauer

Es ist in diesen Tagen festzustellen, dass an der wohl sanierungsfähigen Fuldabrücke Untersuchungen stattfinden, die auf eine genauere Inspektion hindeuten. Demnach ist wohl noch nicht entschieden, inwieweit ein Abriss überhaupt erforderlich ist. Doch vielleicht gibt ja das zuständige Straßenverkehrsamt in Eschwege nähere Auskünfte.
Weiterhin stelle ich fest, dass Straßenbauarbeiten in der Bürgerstraße zu einer Verbreiterung der Fahrbahn Richtung Wittich führen. Das heißt, dass wird wohl in Zukunft die Zuführstraße zur neugeplanten Fuldabrücke werden.
Warum?
Meine Vermutung liegt nahe, dass das Gelände "Am Weihersgrund" an einen Investor verkauft werden soll, der dort einen Einkaufscenter plant. Vielleicht hat er ja zur Bedingung gemacht, dass eine bessere Anbindung durch zusätzliche Verkehrswege notwendig sei, weil ein Abriss der bestehenden Fuldabrücke droht.. Nur so ist die scheinbar eilige Beschlussfassung des Stadtparlamentes zu erklären. Eine Alternative für die Wittichbrücke wird dann aber auch nicht die Fuldabrücke in der Höhe von Lispenhausen sein mit Anbindung an die B 27, denn der Anlieferungsverkehr zu dem neu ernannten Gewerbegebiet "Am Weihersgrund" wird sich dann durch die Breitenstraße wälzen. Außerdem ist zum jetzigen Zeitpunkt die bestehende Landesregierung nur ein Verwaltungsträger und kein Entscheidungsträger, wenn dort ausreichende Mehrheiten für dererlei Planungen fehlen.
Rotenburg befindet sich in einem Stadium des Umbruches. Was will sie? Will sie eher oekonomisch wachsen oder will sie ihre Proritäten auf eine oekologische Basis stellen. Meiner Meinung nach wird die Wirtschaft wie auch die Industrie mehr und mehr reduziert werden. Produktionen werden ins Ausland verlagert, allenfalls heimatliche Handwerksbetriebe bzw. Getränke- und Handelsketten werden für unseren Bereich noch eine Rolle spielen bzw. eine Chance haben. Viel mehr wird sich und sollte sich Rotenburg dem Trend unterwerfen die umweltpolitische Komponente höher zu bewerten als die wirtschaftliche Seite. Hier liegt der Erfolg für die Zukunft. Sie ist doch auf gutem Wege mit HKZ und KKH. Die Renaturierung der Fuldaauen war ebenfalls ein gutes Beispiel. Was ist mit der Bezeichnung Luftkurort?
Soll Rotenburg denn von Brücken umgeben werden, die letztendlich die Stadt in einen Duft von Autoabgasen einhüllt. Es wären noch weitere Gründe zu nennen, die anzubringen wären. Politisch fehlt mir hier einfach die Möglichkeit einer Bürgerbefragung wie in anderen Ländern. Wie wäre es z.B. mit einem Protestmarsch durch die Innenstadtstraßen von Rotenburg. Eine Unterschriftenaktion ist natürlich auch eine Möglichkeit des Protestes, aber reicht m.M. nach nicht aus. Die Behauptungen vieler Schreiber von Leserbriefen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Wittichbrücke wäre, kann damit nicht bewiesen werden. Natürlich birgt das auch die Gefahr, dass sich nicht viele Bürger motivieren lassen, einmal zu demonstrieren nach dem Motto, "ach macht ihr schon mal, ihr werdet das schon hinbekommen". Hinterher aber, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird das Geschrei groß sein!
Jedenfalls möchte ich Ihnen und Ihrer Interessengemeinschaft mitteilen, dass auch meine Frau und ich den Bau der Wittichbrücke gänzlich ablehnen!

Horst Sauer

Leserbrief "„Von allen Brückengeistern verlassen" von Kurt Preißner

Verfolgt man die Berichterstattung sowie die Leserreaktionen in der HNA seit dem 14.05.2008 zur seitens des Rotenburger Magistrats angestrebten Wittichbrücke, wird deutlich, wie groß die Betroffenheit der Rotenburger Bürger diesbezüglich ist.

Zahlreiche Argumente, die gegen eine Wittichbrücke und für eine solche mit Anschluss an die später zu realisierende Ortsumgehung Lispenhausens ( B 83 ) sprechen, sind genannt worden.

Deshalb nur einige, sich aus der bislang praktizierten Vorgehensweise des Rotenburger Bürgermeisters und seines Magistrats sowie der Abstimmung der Stadtverordneten ergebende Überlegungen zum einzufordernden Selbst- bzw. Demokratieverständnis :

1. An erster Stelle sollte – zumal in der Rotenburger Mehrheitsfraktion – die Verpflichtung gegenüber dem Bürgerwillen stehen; diesbezüglich müsste man sich zumindest fragen, ob angesichts des breiten Bürgerprotestes gegen eine Wittichbrücke nicht auch alternative Lösungsvorschläge noch intensiver bedacht werden müssten.

2. Hinzu kommt, dass auf kommunaler Ebene – anders als im Bund praktiziert – Fraktionszwang nicht als unerlässlich angesehen werden dürfte. Es erscheint befremdlich, dass alle Lispenhäuser Stadtverordneten unisono einem Vorschlag zustimmen, der langfristig den Interessen vieler Lispenhäuser Bürger zuwiderläuft. Auch die Opposition kann durchaus Argumente einbringen, denen man sich ggf. auch spät noch öffnen sollte.

3. Wichtig wäre weiterhin die anzustrebende Glaubwürdigkeit, deren Nichtbeachtung zum seitens der großen Parteien stets beklagten Politikverdruss und zu Wahlmüdigkeit führt.

Eine Partei, die sich nach Aussagen führender kommunaler Repräsentanten stets für eine seit Jahrzehnten angestrebte Umgehung nebst dritter Fuldabrück mit Anschluss an die B 83 engagiert hat, um auch das Rotenburger Gewerbegebiet besser anzubinden und die Innenstadt dauerhaft vom Verkehr zu entlasten, schwenkt plötzlich um – und nicht einer meint sich zumindest enthalten zu müssen.

4. Wer von Zumutungen spricht, sollte den Blick für die Realität nicht verlieren.

Laut HNA vom 14.05.2008 äußerte sich der Rotenburger Bürgermeister dahingehend, dass es Rotenburg nicht zuzumuten sei, drei Jahre lang nicht vernünftig erreichbar zu sein.

Lispenhäuser Anwohnern der B 83 wird seit Jahrzehnten zugemutet, einen stetig anwachsenden Verkehrsstrom mit den damit verbundenen Gefahren und Gesundheitsrisiken zu ertragen - sollte dies so bleiben ??

5. Sollte das böswillige Vorurteil, eine der großen Parteien könne nicht mit Geld umgehen, evtl. doch einen wahren Kern enthalten? Hat sich diese Partei in der Vergangenheit nicht auch der Umwelt verpflichtet gefühlt ? Dritte Brücke - vierte Brücke !! Warum nicht gleich Einbetonierung des gesamten Fuldalaufs ? ?

Steuergelder sollten - unabhängig davon, aus welchen Töpfen sie stammen - sorgsam ausgegeben werden; und dies wird sicher in diesem Falle nur einmal geschehen - dann aber hoffentlich sinnvoll !!

Laut HNA meint Bürgermeister Fehr auch, die Brücke bei Lispenhausen müsse dann auch noch kommen.

Viele Lispenhäuser haben sicher keine Lust mehr, am Ende mit dem Argument vertröstet zu werden, eine Partei habe sich ja für ihre Interessen eingesetzt, die andere habe eine Verwirklichung aber verhindert.

6. Planungsrecht sollte für Vorhaben eine verlässliche Grundlage bieten, darf aber nicht zum Selbstzweck werden. Schließlich müsste Kommunalpolitik bezüglich des Planungsrechts langfristig auch auf Veränderungen in Land und Bund drängen, wo ein Arbeiten für die Bürger erschwert und jahrelanger Stillstand produziert wird.

Kurt Preißner

Nürnbergerstr. 81
36199 Rotenburg-Lispenhausen
06623 - 2877

Leserbrief "Der Schrei nach Hilfe" von HelmaGöb

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt Kastanie.
Ich wohne in Rotenburg, die Schöne, an der Fulda, und ich lebe in der Magistrats-Allee.
Angepflanzt hat mich der Magistrat von Rotenburg 2005- 2006, so genau weiß ich das nicht
mehr. In diesem Jahr 2008 haben wir, meine Geschwister und ich, wunderschöne weiße und rote Blüten und hoffentlich erstmals schöne Kastanien.
Aber was habe ich vernommen?! Nein, nix is!!!! Wir werden gekillt!! Von unseren eigenen
Eltern!! Das kann ich doch gar nicht glauben! Man hat uns ins Leben gerufen und will uns schon jetzt gleich wieder morden! Hilfe!! Helft uns!!!

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt: ich bin/ ich war eine kanadische Hybrid- Pappel.
Seit Menschen Gedenken habe ich schon an der Fulda gestanden, „Kyrill" hat an mir gezaust, aber ich hab's überstanden. Mal fiel ein Zweig runter, na und?! Im Februar hat sogar der Bürgermeister mal nach mir gesehen. Fand ich ja ganz toll, wie er mich bewundert hat!! Und dann am 28. Februar sind Leute mit großem Gerät gekommen. Sie haben den Spaziergängern gesagt, sie wollen mich schön machen, sie wollen mich auslichten, aber dann hat man mich „ausgelichtet" bis zum Grund. Ich war doch gesund! Warum tut man so etwas? Warum???

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt Linde.
Schon als man mich gepflanzt hat, war ich als Verkehrsinsel gedacht an der Engen Gasse /Bürgerstrasse. Alle Autos fuhren um mich herum, alle haben das geschafft, keiner hat mich bedrängt. In anderen Orten macht man Bretter um einen so schönen Baum, wenn es mal eng wird. Hier in Rotenburg nimmt man die Kettensäge und raspelt mich ab. Einfach weg!! Und pflastert dann noch alles zu.

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt Linde.
Ich stehe an der Bürgerstrasse/ Neustadtstrasse. Noch stehe ich! Wie lange noch? Wenn es den „Stadtvätern" einfällt, dann muss ich wohl auch bald geh'n oder der zunehmende Verkehr von Pkws und Lkws durch die Bürgerstrasse mit Abgasen und wiederholten Sanierungsarbeiten gibt mir den Rest. Meine Wurzeln finden keinen Halt, werden geschnitten, meine verklebten Blätter bekommen wenig Wasser, Luft und Licht. So geht es jemandem, der nicht schreien kann, wenn es ihm weh tut. Liebe Menschenfreunde, tut es für mich!!!
Euch geht es doch genauso!

Helma Göb

Bürgerstraße 45
36199 Rotenburg a.d. Fulda
06623/42773

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Helma Göb

Jahrelang haben wir den Lärm ab 7:00 Uhr der Steinmühle und der Bagger ertragen, jahrelang haben wir von Fenstern und Balkons die Kiesstaubwolken weggewischt. Wir wussten ja, das geht mal vorbei ! Nun wird langsam alles wieder grün.

Aber nun soll eine Autobrücke dieses gerade erst gewachsene Naherholungsgebiet zerschneiden.
Mütter mit Kindern, Rollstuhlfahrer aus dem Altenzentrum, Freizeitsportler, Schulkinder, Besucher der Stadt Rotenburg, seltene Vogelarten z.B. Eisvogel, Haubentaucher, Fischreiher, Gänsesäger etc. vergesst alles: Lärm und Auspuffgase sind euch gewiß !

Das, was man mit viel Kosten und hochgelobten Reden geschaffen hat, wird wieder zerstört – aber was stört mich mein Geschwätz von gestern.

In der Hoffnung, doch noch eine Lösung für eine brauchbare Brücke (nämlich die in Richtung Industriegebiet / Kaserne) zu finden, wünsche ich mir ein besonnenes, schildbürgerfreies Handeln des Magistrats.

Helma Göb

Bürgerstraße 45
36199 Rotenburg a.d. Fulda
06623/42773

Samstag, 31. Mai 2008

Leserbrief "Signale aus Wiesbaden" von Helma Göb

Da wird eine Brücke „konstruiert“, die ein gerade erst geschaffenes Erholungszentrum zerschneidet – da wird eine schmale Straße zum Durchfahrtsverkehr benutzt, die dann geschätzte mindestens 1.400 Fahrzeuge, insbesondere auch Lkws verkraften soll!! Nicht nur die Bürgerstraße, die sich gegen diese Brücke zum Weihersgrund wehrt, sondern auch die ganze Innenstadt muss den Lkw-Verkehr bis hin zum Industriegebiet/Kasernen weitere ...zig Jahre ertragen.

Es ist hanebüchen zu glauben, dass eine vierte Brücke Lispenhausen/Industriegebiet kommt, wenn die Brücke zum Weihersgrund gebaut wird. Es wird dafür keine Gelder mehr gegen, wenn es nicht jetzt und hier geschieht! Viele Planungsmaßnahmen für die Industriegebietbrücke sind doch schon gelaufen und abgeschlossen. Wenn der Magistrat und die Stadtverordneten von Rotenburg mit dem gleichen Elan, mit dem sie mit ihrem „Chef“ die Brücke zum Weihersgrund in Angriff genommen haben, dann hätten wir Schwerverkehrs-Entlastung für die gesamte Innenstadt.

Rotenburger, Lispenhausener und Haselgrund wacht doch auf! Steckt nicht den Kopf in den Sand! War für die Planung der Brücke zum Weihersgrund der Bürgermeister vielleicht nicht in Wiesbaden, sondern in Schilda??

Helma Göb

Bürgerstraße 45
36199 Rotenburg a.d. Fulda
06623/42773

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Ellen Sandrock-Becker

Wenn Herr Schaake am 24. Mai in der HNA schreibt, dass das Thema Wittich-Brücke einen Keil in die Rotenburger Bevölkerung zu treiben scheint, ist dies wohl nicht ganz richtig. Bisher habe ich aus der Rotenburger Bevölkerung nur Stimmen gehört oder gelesen, die sich gegen einen Brückenneubau am Wittich-Steg aussprechen. Die einzigen Befürworter sind bisher Bürgermeister Fehr und die SPD-Stadtverordneten. Nun gut, der Betreiber von Tegut und der Investor des geplanten Einkaufszentrums haben sicher auch nichts dagegen. Apropos Tegut. Wenn man sich anschaut, wie Tegut umgebaut hat und wo die Einfahrt für die Zulieferer liegt, stellt man sich schon die Frage, ob es hier vielleicht Vorab-Informationen gab. Keine Informationen jedenfalls erhielten die Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Umgehung Lispenhausen“. Während der JHV der BI am 25. April berichtete Manfred Fehr über den Planungsstand einer dritten (!) Brücke bei Lispenhausen (!). Kein Wort fiel über eine dauerhafte Brücke am Wittich-Steg. Da liegt die Vermutung nahe, dass der Bürgermeister eine Diskussion über das Thema mit den Betroffenen vermeiden wollte. Schließlich sagt einem ja der gesunde Menschenverstand, dass in den nächsten Jahren sicher nur eine Brücke finanziert werden kann. Kommt die Brücke am Wittich-Steg glaube ich an keine vierte Brücke mehr.

Ellen Sandrock-Becker

Nürnberger Str.97
Lispenhausen

Leserbrief "Von der Vergangenheit eingeholt" von Werner Petzner

Die Stadt Rotenburg wurde nach mehr als 40 Jahren von der Vergangenheit eingeholt.
Schwerwiegende Planungsfehler haben Rotenburg und deren Bürger nicht gutgetan und sind so schnell nicht wieder gutzumachen.
Bürgermeister Manfred Fehr ist nicht der allein Schuldige, dies waren die Vorgänger seiner Amtszeit.
Begonnen hat das ganze Desaster in den 60er Jahren, als die Bürger laut nach einer Umgehungsstraße und einer Brücke riefen, um die Panzer und den Schwerlastverkehr aus der Kernstadt zu bekommen.
Das Ganze sollte wie folgt verlaufen: Seewiese, Höberück, Borngasse, Braacherstraße, Wittigsteg über die Fulda zur Bundesstraße 83.
Auch die Brücke "Unter der Landwehr" (Gewerbegebiet) hätte Anfang der 60er Jahre im Zusammenhang mit der Kaserne der Bundeswehr gebaut werden müssen.
Diese panzergerechte Brücke hätte der Bund bezahlt.
Der damalige Magistrat, sein Gefolge und auch der Einzelhandel haben dieses strikt abgelehnt.
Die schwerwiegenden Fehler der Vergangenheit sind heute sichtbar.
Die Brücke der Städtepartnerschaften war für die vielen Tonnen schweren Panzer die in der Alheimer-Kaserne stationiert waren von der Belastung her nicht ausgelegt gewesen, dazu noch Pfusch beim Bau.
Auch in meinem Leserbrief vom 10.10.2007 in der HNA habe ich auf fehlerhafte Planungen hingewiesen.
Zum Thema Einkaufszentrum:
Wenn man keine vernünftige Anbindung zur B 83 bei Braach oder die Umgehungsstraße bei Lispenhausen mit Anbindung an die B 27 hat, bleiben kleine mittelständige Betriebe weg. Auch keine Arbeitsplätze für junge Menschen wird es geben.
Der Aufschwung für Rotenburg wird weiter ausbleiben.
Bei der heutigen und jetzigen Situation muß man sich fragen, brauchen wir überhaupt noch eine dritte Brücke, wenn junge Bürger von Rotenburg ihren Arbeitsplatz viele KM entfernt von ihrer Heimat suchen müssen?
Die Stadt hat jetzt schon einen hohen Altersdurchschnitt von ca. 55 Jahren.
Die Einwohnerzahl wird dramatisch in den nächsten 25 Jahren zurückgehen.
Das Haushaltsdefizit in Millionenhöhe wiegt schwer.
Wenn doch die Stadt kein Geld hat, kauft man einfach so neben bei den Bahnhof für eine runde viertel Million dazu und belastet die Bürger noch mehr.
Vorschlag: Wenn eine dritte Brücke gebaut werden sollte dann bei Lispenhausen mit Umgehungsstraße zur B 27.
Bitte nicht wieder in die alten Fehler der Vergangenheit verfallen !

Werner Petzner

Breitenstr.22
36199 Rotenburg
Tel.: 06623-410898

Info Veranstaltung auf dem Marktplatz 31.05.08 - erfolgreicher Testlauf für ein Bürgerbegehren

Auch wenn der samstägliche Marktplatzbesucher vielleicht keinen repräsentativen Querschnitt der Rotenburger Bevölkerung darstellt, so gibt die überwiegend sehr positive Resonanz auf den Widerstand zur geplanten Wittichbrücke doch Anlass zur Hoffnung.
Obwohl die große Mehrheit der angesprochenen Bürger sich gegen die Brücke aussprach und dies auch mit Ihrer Unterschrift kundtat, wurde auch mit Befürwortern der Brücke konstruktiv diskutiert. Ausnahme war leider ein führendes Mitglied der Mehrheitsfraktion im Rotenburger Stadtparlament, das sich scheinbar nicht an die Vorgabe seines "Chefs" halten wollte, "sachlich" in der Diskussion zu argumentieren.

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Manfred Knierim

Wer wollte bestreiten, dass eine neue Brücke gegenüber einer wieder abzureißenden Behelfsbrücke von Vorteil ist. Den Bau aber unbedingt an diesem Orte mit der in Rotenburg scheinbar immer öfter angewendten Methode "wir wissen, dass ihr dagegen seid, wir machen es aber trotzdem (ätsch!)" durchdrücken zu wollen, stößt dem Bürger, mit Recht, übel auf. Ist es dann verwunderlich, wenn hier sofort ein Zusammenhang mit dem von höchster Stelle gewollten "Weihersberg-EKZ" gesehen wird? Ehrlich gesagt, hat mich auch die architektonische Gestaltung des Neubaues für den "Tegut"- Markt doch erstaunen lassen. Nach einer Umsetzung der Pläne zum Brücken- und Straßenbau wird sich dieser Markt jedoch in einer exponierten Geschäftslage befinden. Dann macht auch die Rotunde, von weitem aus jeder Richtung sichtbar, einen Sinn. So kann man sich des Gefühles nicht erwehren, als habe "Tegut" von den Planungen gewusst, auch als seien diese eine Bedingung des EKZ-Investors gewesen. Wenn dann schon mit Arbeiten begonnen wird, die man diesem Brückenbau zuordnen könnte, fühlt man sich überfahren.
Nun mag diese Vorgehensweise, den Buchstaben nach, korrekt sein. Eine Demokratie muss aber von den Bürgern erlebt und gelebt werden. Daher glaube man mir im Elfenbeinturm des Rathauses, dass eine rechtzeitige und umfassende Information und Einbindung der Bürger schon im Vorfeld der Planungen einer Sache dienlicher ist, als fertige Projekte plötzlich aus dem Hut zu zaubern und abzuwarten, ob des Volkes Stimme ertönt!
Übrigens muss schon der untere Teil der Bürgerstraße angehoben werden; zwischen Tegut und der neuen Brücke muss die Straße auf einem Damm oder auf Stelzen geführt werden, um sie absolut frei von Hochwasser zu halten. Was würde sie in überflutetem Zustand während der Sanierung der anderen Brücke nützen?

Manfred Knierim

Obertor 1
36199 Rotenburg an der Fulda
Tel+AB: (06623) 91 73 95
Fax: 01805 060 335 049 01
www.manfred-knierim.de

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Peter Mathes

Wer so unsensibel mit den berechtigten Sorgen und Nöten der Rotenburger Bürger verfährt, dem fehlt auch jedes Verständnis für die schützens- und erhaltenswerte Natur unserer Fuldaaue. Sie wird durch einen Brückenneubau für den Schwerlastverkehr aufs massivste beeinträchtigt, wenn nicht sogar zerstört. Statt den Verkehr aus der Stadt herauszudrücken, wird er vermehrt durch diese Brücke in die Innenstadt herein gezogen. Wer glaubt, sich mit diesem Brückenbau ein Denkmal zu setzen, schafft stattdessen ein Mahnmal für die Missachtung der Belange von Mensch und Natur. Wenn die Rathausmehrheit, sprich SPD, glaubt, ein Brückenneubau sei zwingend erforderlich mit der Begründung, dass für den Schwerlastverkehr, Schulbusse und die Feuerwehr keine andere Ausweichmöglichkeit besteht, dem kann man Folgendes entgegen halten:

  1. Der Schwerlastverkehr läuft bereits seit geraumer Zeit über Baumbach bzw. Bebra, ohne dass es in Rotenburg zu Versorgungsengpässen kommt.
  2. Für den Schülerbusverkehr sollte der Vorschlag von Frau Samsen aufgegriffen werden, die Schüler auf der Neustadtseite zu den Schulstegen zu fahren, von wo aus sie zu Fuß mit wenigen Schritten ihre Schulen erreichen.
  3. Der Pkw-Verkehr und auch die Feuerwehr könnte übergangsweise über die alte Fuldabrücke bzw. die Braacher Brücke mit Ampelregelung umgeleitet werden.

Die zusätzliche Belastung von einer Million Euro, die auf den Schuldenetat aufgehäuft werden, weil damit der Ankauf eines Grundstückes und damit der Straßenausbau auf der Altstadtseite finanziert werden, ist nicht verkraftbar. Nicht eingerechnet sind dabei die notwendigen Instandhaltungsfolgekosten. Mit dem Bau dieser Schildbürgerbrücke ist eine Ortsumgehung von Lispenhausen für alle Zeit vertan. Zum Schluss stellt sich die Frage, welchen Wert hat eigentlich noch eine Bürgerversammlung zum Thema Wittichbrücke, wenn mit der entscheidenden Abstimmung über die Änderung des Flächennutzungsplans der Bau dieser Brücke bereits beschlossene Sache ist.

Peter Mathes

Rotenburg a.d.F.
VdK-Siedlung 11
Tel.Nr. 06623-6974

Leserbrief „Neubau einer Brücke am Wittichsteg" von Gerlinde Fenner

Wenn der Brückenneubau der Städtepartnerschaft innerhalb von 16 Monaten möglich ist, erübrigt sich meines Erachtens die Planung einer Ersatzbrücke, zumal die Stadt bei der prekären Haushaltslage annähernd 1 Mio € an Mehrkosten schultern müsste. Jeder EURO, der hier ausgegeben wird, ist einer zuviel.

Mit einer Ersatzbrücke am Wittich wird eine Dauerlösung angestrebt, die von der Bevölkerung nicht nur äußerst kritisch angesehen, sondern mehrheitlich abgelehnt wird. Dass in der Übergangszeit der Personenverkehr über die alte Brücke oder die Braacher Brücke – mit Ampelverkehr – abgeleitet werden könnte, ist durchaus möglich. Natürlich wäre dies für den Steinweg eine zusätzliche Belastung. Dies würde aber sicher im Interesse aller Rotenburger und angesichts unserer Haushaltslage auf Verständnis stoßen. Der Schwerlastverkehr ließe sich für den Zeitraum der Bauphase durchaus über Baumbach bzw. Bebra umleiten.

Wenn jedoch eine Ersatzbrücke zwingend erforderlich wäre, dann sollte sie dort geplant werden wo sie hingehört, nämlich in das Gewerbegebiet Hochmahle mit Straßenanbindung in Höhe des Finanzamtes. Dort gebaut würde sie keine Einwohner beeinträchtigen und damit die Zustimmung aller Rotenburger, vor allem aber der Lispenhäuser bekommen, weil dadurch eine Umgehung von Lispenhausen zwingend durchgedrückt werden könnte.


Gerlinde Fenner

Rotenburg a.d.F.
Auf der Kalkröste 3
Tel.Nr. 06623-1621

Leserbrief "Ausbau Wittichsteg" von Philipp Hellstern

Ich habe den Eindruck, daß in Rotenburg den Automobilisten das Hauptaugenmerk zukommt. Dies zeigt sich auch dadurch, daß der Steinweg und die alte Fuldabrücke nicht als Fußgängerzone ausgewiesen sind. Der Straßenverkehr nimmt allerorten zu, folglich wird mehr und mehr mit Straßen zugebaut. Und zwar nicht nur auf Kosten des Steuerzahlers sondern vor allem auf Kosten der Natur. Ein Ausbau des Wittichstegs als Autobrücke drängt das, meiner Meinung nach, schönste und wertvollste Naherholungsgebiet Rotenburgs wieder zurück. Die vor Jahren mit viel Geld und Engagement renaturierte Fuldaaue würde dauerhaft und deutlich an Wert für Mensch und Natur verlieren. Unsere schöne Stadt hat nun mal wenig vorzeigbare und anziehende Kultur, das Tafelsilber hier sind nach wie vor die intakte Natur und der sich dadurch ergebende Tourismus. Diesen Joker sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen nur um übergangsweise, nämlich bis die jetzige Brücke wieder instand gesetzt wurde, den Autofahrern einen kleinen Umweg über die anderen Fuldabrücken zu ersparen. Scheinbar ist die Brücke bei Lispenhausen auch schon geplant (und von den Lispenhäusern erwünscht!), dann doch lieber diese Brücke jetzt bauen, dann könnte man sich das Geld für ein neues, die Natur zerschneidende Bauwerk sparen.

Philipp Hellstern

Zum Teufelsberg 13
36199 Rotenburg a.d. schönen Fulda
Philipp.Hellstern@web.de

Leserbrief "Brücke am Wittich-Entscheidung gegen das Leben" von Manfred Samsen

Mit großer Bestürzung habe ich durch die Presse und durch Roternburger Bürger zur Kenntnis genommen, daß am angelegten Ruhebiotop und Naherholungsgebiet am Wittich eine weitere Fuldabrücke als Industriestraße für PKW- und LKW –Verkehr geplant und gebaut werden soll. Mit dieser Verwirklichung des Bauplanes würde für die Natur und für die Menschen Rotenburgs ein Sterbeprozess eingeleitet. Warum?

Mit dem vorhandenen Wittichsteg pulsiert zur größten Zufriedenheit für die Bevölkerung Rotenburgs ein wunderbares ökologisches Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur. Mit großer Freude sehe ich, wie sich in den letzten Jahren der Schul- und Natursport bei den Schülern der Jakob-Grimmschule – der beliebte Auenlauf -über den Steg- fern von allen Abgasen, Giften und Schadstoffaustössen erfreut. Mütter mit Kinderwagen suchen das ebene Naherholungsgebiet auf.Jogger und Walker, Senioren mit und ohne Behinderungen finden am Wittich mit der Natur und sich zur Übereinstimmung. Nach Schulschluss kommen große Schülerpools unbekümmert und fern von Gefahr und Autoverkehr über den Wittichsteg in die Bürgerstraße. Alles das wird mit dem Bau einer Autobrücke am Naturreservat nicht mehr geben. Mit dem Brückenbau für Autos am Wittich würde ein Sterbeprozess eingeleitet

Wie ich aus der Presse entnommen habe, locken Herrn Bürgermeister Fehr, dem Magistrat und dem Bauamt ein großer Versuchungskitzel für die geplante Autobrücke am Wittich, nämlich der hohe Zuschuss des Landes Hessen. Leider ist das, wie ich in der Presse gelesen habe, für Herrn Bürgermeister Fehr „ Der Schnaps“ obendrauf.

In Wirklichkeit wird hier von den Verantwortlichen dem „Geldmammon“ Bahn gemacht, der im Rucksack den Tod für das Rotenburger Wittich-Gebiet mit sich bringt.

Davor bewahre uns Gott!

Manfred Samsen

Bürgerstraße 33
36199 Rotenburg
Tel. (06623) 91 26 55
Fax.(06623) 91 26 56

manfred.samsen@web.de

Freitag, 30. Mai 2008

Information der Interessengemeinschaft Bürger für die Bürgerstrasse

Ist eine 3. Fuldabrücke im Bereich des Wittichsteges wirklich erforderlich?

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Eine Übergangslösung für den Zeitraum der Sanierung der Brücke der Städtepartnerschaft ist akzeptabel – eine dauerhafte Brücke jedoch nicht erforderlich.
Die Kosten für eine dauerhafte Brücke haben letztendlich wir, die Bürger der Stadt Rotenburg und der Stadtteile zu tragen – auch die erheblichen Folgekosten in Höhe von jährlich ca. EUR 100.000 (!).
Die Kosten für eine Übergangslösung liegen voll und ganz beim Land Hessen – keine Kosten für uns.
Der Bau einer dauerhaften Brücke am Wittichsteg betrifft uns alle. Viele wichtige Gründe sprechen dagegen:

· mit dem Brückenneubau am Wittichsteg wird die 3. Fuldabrücke im Bereich Lispenhausen nie verwirklicht
· Sie bringt keine Entlastung für die Breitenstraße
· nach der jetzigen Planung wird die Anbindung zur Braacher Straße bei Hochwasser überflutet und somit unpassierbar
· die Innenstadt ist der Verlierer
· Gefährdung der Fußgänger und Radfahrer im Bereich Wittichsteg und Radweg R1 besonders der Schüler der JGS – täglich ca. 500 Nutzer
· massive Beeinträchtigung des Erholungswertes der Fuldaaue
· Verschandelung des Landschaftsbildes – die Brücke wird von den Dimensionen
größer als die Brücke der Städtepartnerschaft
· drei Bücken auf 1.5 km Flußlauf
· erhebliche Lärmbelastung des gesamten Stadtbereiches – bei vorherrschendem Westwind
· Abgasbelastung für den gesamten Auenbereich steigt unkalkulierbar
· massiver Eingriff in den derzeit gut funktionierenden Hochwasserschutz durch Querverriegelung des Abflußbereiches – Rückstau in den Innenstadtbereich?

Wem nutzt also eine permanente Brücke in diesem Bereich?

Soll hier die fehlende Anbindung zum Weihersgrundcenter geschaffen werden? Lt. HNA Bericht vom 18.02.08 (ms) ist über die Verkehrsanbindung noch nicht entschieden.

Sollten auch Sie diese Bedenken teilen, unterstützen Sie uns mit ihrer Unterschrift. Der mündige Bürger ist jetzt gefordert – überlassen Sie die Entscheidung nicht den Parteien.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Die Fuldabrücke zum Industriegebiet – jetzt oder nie (von Heiko Fidorra)

Vorschlag zur Trassenführung zwischen B83 und Industriegebiet:


Die Brücke der Städtepartnerschaft muss saniert werden, das Geld für eine Übergangslösung muss das Land Hessen dafür aufbringen. Unter Verwendung von Fördermitteln soll nun die Brücke von der Bürgerstraße zum Weihersgrund gebaut werden. Im Zusammenhang mit der Ortsumgehung Lispenhausen soll später die Brücke zum Industriegebiet gebaut werden. Der demographische Wandel ist in aller Munde, Rotenburg ist hoch verschuldet, der Finanzspielraum schrumpft. Wenn die Brücke zum Industriegebiet nicht jetzt als Ausweichbrücke für die zu sanierende Brücke gebaut wird, dann wird später diese Brücke, wegen Geldmangels, nie mehr gebaut werden. Die Vorteile für die Brücke zum Industriegebiet gegenüber der Brücke zum Weihersgrund liegen auf der Hand:
· Die gleichen Finanzmittel fließen in die Brücke zum Industriegebiet.
· Um die Bundesstraße 83 anzuheben und die Bahntrasse zu überqueren, werden Bundesmittel für die Ortsumgehung Lispenhausen beantragt.
· Für die Ortsumgehung Lispenhausen bleiben alle Optionen offen.
· Die Grunddatenerhebung für die Planung hat für die Ortsumgehung Lispenhausen bereits stattgefunden und können für die neue Brücke herangezogen werden, um das Verfahren zu beschleunigen.
· Der Grunderwerb für Ackerflächen ist günstiger gegenüber bebauten Flächen in der Stadt.
· Feuerwehr und Notarzt fahren vorrübergehend über diese neue Brücke. Der zum Schlauch verlängerte Flaschenhals von der Breitenstraße durch Braacher Straße und der engen Bürgerstraße braucht den Rettungsdiensten nicht zugemutet zu werden.
· Schülerbusse bringen die Schüler zu einer Behelfshaltestelle am Wittichsteg und gehen das letzte Stück zu Fuß zur Schule.
· Der Weihersgrund ist über die neue Brücke zum Industriegebiet ebenfalls zu erreichen.
· Nach der jetzigen Planung wird die Zufahrt zur Brücke zum Weihersgrund bei Hochwasser überflutet und somit für die Rettungsdienste unpassierbar. Eine zwangsläufige Fehlplanung an dieser Stelle der Fulda.
· Nach erfolgter Sanierung der Brücke der Städtepartnerschaft ist die Brücke zum Weihersgrund überdimensioniert – eine weitere Fehlinvestition.
· Das Naherholungsgebiet am Storchensee wird durch die Brücke zum Industriegebiet weniger beeinträchtigt, als durch die bisher geplante Ortsumgehung Lispenhausen. Das Erholungsgebiet Storchensee bleibt für die Rotenburger erhalten.
· Es wird langfristig nur eine neue Brücke und somit nur ein Eingriff in die Erholungsgebiete um Rotenburg vorgenommen. Ein wichtiger touristischer Vorteil für Rotenburg.
· Das Industriegebiet wird zukunftsweisend direkt an die Bundesstraße 83 angebunden und damit wird die Innenstadt vom Schwerlastverkehr nach Jahrzenten endlich entlastet. Der Güterterminverkehr wird verbessert.
Die damaligen Verantwortlichen hatten vor Jahrzehnten schon falsch geplant. Mit der Brücke zum Weihersgrund wird abermals falsch geplant. Um die Brücke zum Industriegebiet zu ermöglichen, muss das Projekt von der Ortsumgehung Lispenhausen entkoppelt werden. Jetzt, und nur jetzt und dann nie wieder besteht die Möglichkeit mit Landesmitteln durch die Sanierung der Brücke der Städtepartnerschaft, die langersehnte dritte Fuldabrücke zu bekommen. Jetzt - oder nie !

Interessengemeinschaft
Bürger für die Bürgerstraße

gez. Heiko Fidorra

Mittwoch, 21. Mai 2008

Vorschlag für einen neuen Wappenspruch

Rotenburg an der Fulda - die Stadt,
die bald 4 große Brücken hat.
Der rote Schuldenberg ist groß, was jeder weiß,
doch wer bezahlt den ganzen Sch… ?


Leserbrief "vom Steg zur Brücke" von Marie-Helen Gering-Fehr

(Bezug: http://www.hna.de/rotenburgstart/00_20080513183731_Vom_Steg_zur_Bruecke.html)

Was ist mit den Anliegern in dem Zubringergebiet zur „ Neuen Brücke“
(Bürgerstraße). Sollten die nicht vor Lärm und sonstigen Unwägbarkeiten
geschützt werden. Würde diese Brücke auch dann gebaut werden, wenn einer der
Planer dort wohnen würde. Alle Bewohner der Stadt Rotenburg die in ruhigen
Gegenden der Stadt wohnen, sollten mal darüber nachdenken, wie sich solch
eine Brücke, oder dessen Zubringerverkehr, vor ihrem Grundstück machen
würde. Solidarität mit den Betroffen und ihrer Bürgerinitiative wäre hier
wünschenswert.

Rühmte sich die Stadt doch noch unlängst, vor politischer Prominenz, mit dem
vorzeige "Hochwasser-Verhinderungs- Naturschutzgebiet" und dem daraus
entstandenen Naherholungsgebiet. Es ist wirklich sehr schön, ruhig,
naturbelassen und erholsam. Dafür an Herrn Wacker nochmal ein dickes Lob und
Dankeschön. Dies Alles soll nun zerstört und mit Lärm und Abgasen
durchdrungen werden?

Es sollte auch nicht vergessen werden dass der Wittichsteg ein viel
frequentierter Schulweg zur JGS ist, und wie ist es dann um die Sicherheit
unserer Kinder bestellt?

Für mich stellt sich außerdem die Frage, was wird aus dieser Brücke, wenn
die Städte-Partnerschaftsbrücke saniert ist? Da hat man dann, von der B 83
kommend, nach der Bahnunterführung die Auswahl: fahre ich über diese oder
jene Brücke.

Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten eines Brückenstandorts. Zum
Beispiel: von der B 83 über die Bahnüberführung an Braach vorbei eine
Stelzenbrücke Richtung geplantes Verkaufszentrum und und und.....
Es gibt bestimmt noch andere oder bessere Vorschläge und Varianten eines
anderen Standortes für dieses neu zu bauende Objekt.

Oder:

warum wird eigentlich nicht die sogen.“ Dritte Brücke“ zwischen Rotenburg
und Lispenhausen nicht vorab in Angriff genommen? Die Entlastung für die
Lispenhäuser Anwohner ist doch nun schon mehr aus überfällig. Die Planung
dauert doch nun schon einige Jahre. Es würden mit diesem Bau jetzt gleich
mehrere Probleme gelöst. Warum sollen hier zusätzlich noch Unsummen
ausgegeben werden?

Man liest und hört von vielen anderen Kommunen: raus mit Lärm und
Umweltbelastung aus den Wohngebieten. Wohnqualität für die Bürger ist
angesagt. Aber wenn die Stadtplanung in Rotenburg mit ihrer arroganten,
gegen den Bürger gerichteten Planung, so weiter macht, braucht man sich über
eine schrumpfende Einwohnerzahl nicht zu wundern.

Ich kann nur sagen dass ich froh darüber bin, gegenüber eines Friedhofes zu
wohnen.
Aber wer weiß, vielleicht...........

Marie-Helen Gering-Fehr

Friedenstr. 6

36199 Rotenburg a.d.F.

Telefon 06623-914984

Fax 06623-914986

gering-fehr@t-online.de

Dienstag, 20. Mai 2008

Meinung von Josef Michelfeit

(aus http://brueckenfrage.blogspot.com/)
Nun ist es heraus: Nachdem der von der Stadtverwaltung am Wittichsteg verübte schwere Baumfrevel den geschätzten Landschaftsfotografen und Naturfreund aus der HNA-Redaktion nicht auf den Plan gerufen hatte – auch kein Grünen-Protest drang an die Öffentlichkeit – und ich schon ganz trübsinnig geworden war, hat die geraume Zeit später erfolgte Bekanntgabe der aberwitzigen Verkehrsbrückenbaupläne des Bürgermeisters in unserer Tageszeitung mich alarmiert und die eilfertigst mitgelieferte Befürwortung des Projekts durch Herrn Schaake mir endlich die Augen geöffnet. Es hatte niemand den „Wenn Sie mich fragen“-Ratschläger darum gebeten (?). Warum deckt und stützt er den hinterlistigen Versuch des Rathauses, vor Bekanntgabe vollendete Tatsachen zu schaffen, will er die offenbar gefürchtete Meinungsbildung in der Bevölkerung steuern, Diskussionen, Suche nach anderen Lösungen, Widerstand von vorneherein demoralisieren? Vertritt er die erklärtermaßen unabhängige und kritische „Vierte Gewalt“ Presse, oder gefällt er sich als Hofberichterstatter und Rathaussprecher? Man merkt jedenfalls die Absicht und ist verstimmt.

Ich bin in unserem lebens- und liebenswerten Städtchen seit langem zu Hause, fühle mich als Bürger nunmehr aber über das erträgliche Maß hinaus politisch verschaukelt und geistig wie moralisch beleidigt. Ich möchte mit jedermann hier in Frieden leben, jedoch nicht in einem faulen Frieden. Rotenburg ist durch höchstamtliche Fehlentscheidungen, durch folgenschwere und irreparable Bausünden für immer genugsam gezeichnet und verhunzt (insbes. Standort der „Brücke der Städtepartnerschaften“ und Verwaltungsfachhochschule als Querriegel im Wohngebiet) und würde eine weitere nicht verkraften: Großstadt Rotenburg mit letzten Endes vier Fuldabrücken?! Wer kam überhaupt auf die unverantwortliche Idee, hier im renaturierten Naherholungsgebiet und Sportgelände zugunsten des Molochs Autoverkehr brutal einzugreifen, Vorhaben und Vorgehensweisen von einer Bürgerverachtung und Umwelt- wie Menschenfeindlichkeit, die es nach 1989/90 in Deutschland nicht mehr geben darf?
Und sollte man nicht im besonderen als Lehrer an der JGS einmal seine Parteiinteressen zurückstellen und seine Schülerfreundlichkeit beweisen, sich bei den verbohrten Genossen für die Erhaltung der beiden herrlichen Schulstege einsetzen?

Nein, die notwendige Abhilfe schaffen kann und darf doch wohl allein eine temporäre Behelfsbrücke in Verbindung mit Umleitung für den Schwerverkehr, zeit- und kostenmäßig bei gutem Willen durchaus verkraftbar angesichts sonst unwiederbringlich verlorener Lebensqualität und Zukunft für die Stadtbürger und -besucher.

Dabei leide ich sogar ein wenig mit der alten und verdienten SPD, die es im Grunde ja immer so gut meint – es tragischerweise freilich nicht kann…
Der wirkliche Skandal ist in meinen Augen die Rolle unserer Tageszeitung, die unter bedenkenloser Ausnutzung ihrer Monopolstellung die Öffentlichkeit einseifen und hinters Licht führen hilft, statt aufzuklären. Der verantwortliche Herr Schaake würdigt die hin und wieder abgedruckten so engagierten und qualifizierten Lesermeinungen zur Problematik keines Wortes, ihre gewichtigen Argumente sind ihm pauschal Luft, und indem er sich in der Fragerichtung irrt, höhnisch die offenbar ebenfalls völlig überrumpelte CDU, die politische Opposition (!) sich zu erklären auffordert, scheint er sein Berufsethos vergessen zu haben. Die ganze aufgebrachte Bevölkerung fühlt sich von ihrer Zeitung im Stich gelassen.
Und HNA-Herausgeber Ippen weiß natürlich nicht, was für selbstgefällige Erfüllungsgehilfen der Amtsinhaber und Machtträger in der Provinz agieren und die Funktion und damit den Ruf seines schönen, wichtigen und nötigen Blattes beschädigen.

Wo gibt es Rettung?

Daß die Vernunft und die besseren Argumente obsiegen, sehe ich eher skeptisch, kenne ich doch nur zu gut den sturen Siegeswillen der Genossen, koste es, was es wolle. Hat die Rotenburger Regierungspartei einmal ein – wenn auch noch so faules – Ei gelegt, gackert sie ganz unverhältnismäßig – und der Allgemeine-Gockel ruft es aus. Dennoch glaube ich an Wunder: daß der Horizont der Verantwortlichen (jetzt einmal keine leere Worthülse!) nicht zubetoniert wäre und sich mental etwas bewegte! Und wem sonst nichts zu denken gibt: Soll das in City, Kurpark und Fuldaaue immer prachtvoller und attraktiver werdende Bad Hersfeld sich wieder einmal die Hände reiben?

Rettung bei der CDU?
Ihre geistig-moralische Widerstandskraft müßte sie erst noch beweisen…

Bei der Landesregierung? Bei welcher?

Also wird eine Bürgerinitiative kommen und den Rechtsweg gehen müssen…

Der Herrgott bewahre die (noch) „Schöne an der Fulda“ vor Pest, Hagelschlag, Hochwasser und weiterem städtebaulichen Murks!


RoF (d.h. „Rathaus ohne Fersagen“ und nicht Schilda), Mitte Mai 2008


Josef Michelfeit
Auf der Kalkröste 6

Montag, 19. Mai 2008

was ist der "Plan C" ?

ich frage mich, was der "Plan C" des Bürgermeisters wäre, wenn das Grundstück Braacher Str. 12 nicht zum Verkauf stehen würde.
"Plan A" war, für die dritte Fuldabrücke bei Lispenhausen in Wiesbaden Unterstützung zu bekommen.
"Plan B" ist die jetzt diskutierte Wittichbrücke, die nur durch den plötzlich möglichen Verkauf des oben erwähnten Grundstücks möglich wurde.

Kämen beim Wegfall von A und B weitere Alternativen aus der Schublade des Bauamtes, wie es brückenbautechnisch doch möglich wäre eine Behelfsbrücke in der Nähe der Brücke der Städtepartnerschaft zu bauen ?
Oder werden diese Varianten, aufgrund der Machtverhältnisse in Rotenburg (absolute Mehrheit der SPD) und der Tatsache, dass kein SPD Stadtverordneter direkt in dem betroffenen Bereich wohnt, erst gar nicht mehr geprüft ?