Ein Blog rund um die Sanierung der Brücke der Städtepartnerschaft und Alternativen zum geplanten Neubau einer weiteren, dauerhaften Brücke am Wittichsteg in Rotenburg an der Fulda -
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Samstag, 14. Juni 2008

Neben Brücken- nun auch Wahrnehmungsproblem in Rotenburg ?

Anmerkung zu folgender Aussage des Stadtverordneten Troch in der HNA am 14.06.2008 "Mit Respekt diskutieren":
(Quelle: http://www.hna.de/rotenburgstart/00_20080613173824_Mit_Respekt_diskutieren.html)

„[…] Auch sehe die Hessische Gemeindeordnung ausdrücklich vor, über ein Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Damit sei auch die immer wieder aufkommende Behauptung widerlegt, dass Bürger von der Stadtverordnetenversammlung vor vollendete Tatsachen gestellt würden. […]"

Die Möglichkeit eines Bürgerentscheids, der mit viel Aufwand aller Betroffenen verbunden ist und eine der letzten Möglichkeiten der Bürger darstellt, sich gegen absolute Mehrheiten im Parlament zur Wehr zu setzen, wird als Widerleg der Behauptung aufgeführt, der Bürgermeister samt SPD-Fraktion habe nicht versucht, die Bürger mit Ihrem Vorgehen vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Dies deckt die Wahrnehmungsunterschiede zwischen der Mehrheitsfraktion im Stadtparlament und der gefühlten Mehrheit gegen eine dauerhafte Wittichbrücke in der Rotenburger Bevölkerung schonungslos auf.

Dass jeder Beschluss einer Partei mit absoluter Mehrheit im Parlament in der Regel zu vollendeten Tatsachen führt, bedarf nicht viel analytischer Fähigkeiten.

Die Argumentation erinnert an die Aussage eines Brandstifters, der nach Anzünden eines Hauses meinte, von Brandstiftung könne doch keine Rede sein, es habe schließlich jeder die Möglichkeit gehabt, die Feuerwehr anzurufen.

Zur Klarstellung: Ich möchte hier ausdrücklich niemanden als Brandstifter betiteln, es geht nur um den bildlichen Vergleich der von mir kritisierten Aussage.

Wer eine solche Wahrnehmung der aktuellen Geschehnisse in Rotenburg hat, den verwundert es natürlich auch, dass viele Rotenburger dem Bürgermeister nun zutrauen, entgegen aller Beteuerungen, Absprachen mit einem Supermarktbetreiber oder dem Investor für ein zukünftiges Einkaufszentrum getätigt zu haben. Auch wenn dies wirklich nicht den tatsächlichen Begebenheiten entsprechen sollte, ist es der falsche Weg, die entsprechende Leserbriefe gleich als böswillig abzutun.

Vielmehr sollten die Verantwortlichen in sich gehen und überlegen, wie es in der Brückenfrage zu dieser Schärfe in der Diskussion kommen konnte und wer den ersten Stein mit seinem Vorgehen geworfen hat.

Denn wenn wir neben einem Brückenproblem in Rotenburg etwas nicht brauchen, ist es ein Wahrnehmungsproblem der aktuellen Geschehnisse.

Michael Breitbart

Uhlandstrasse 21
36199 Rotenburg

Meinung zum Thema "Behelfsbrücke" von Manfred Knierim

Wie ich mit Genugtuung vernehmen konnte, ist seitens des Amtes für Verkehrswesen eine Behelfsbrücke direkt neben der "Brücke der Städtepartnerschaften" bzw. am Kies bei der Firma Hahn überhaupt noch nicht vom Tisch. Auf diese, die einfachste und preisgünstigste, Lösung muss man hinwirken; keinesfalls darf man sich auf den Bau am Wittichsteg einlassen. Sind erst einmal Grundstücksteilflächen der Anrainer eingezogen, ist die Bürgerstraße ausgebaut, gibt es kein Zurück mehr, der Dauerzustand würde kommen.
Scheinbar hat die SPD in Rotenburg nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Sie hat doch damals den Verkehr unbedingt durch die Innenstadt führen wollen, zum vorgeblichen Nutzen der Geschäftswelt, und die Lösung mittels einer kombinierten Brücke für Straße und Schiene auf der Hochmahle boykottiert. So fragt man sich heute, was eigentlich dahinter steckt, die Brücke unbedingt am Wittich haben zu wollen. Der Bgm. Fehr kann dieses nicht begründen, seine Beteuerungen, es seien keinerlei Absprachen mit irgendwelchen Investoren getroffen, sind schlechthin unglaubwürdig. Wenn sein unwürdiges und selbstherrliches Gehabe in dieser Art weitergeht, kann aus einem Fall "Brücke" schnell ein Fall "Fehr" werden und damit ein Fall "SPD Rotenburg". Das sollte man diesen Damen und Herren eindringlich immer wieder vor Augen führen.
Mit freundlichen Grüßen

Manfred Knierim

Obertor 1
36199 Rotenburg
Tel+AB: (06623) 91 73 95
Fax: 01805 060 335 049 01
www.manfred-knierim.de

Leserbrief "Start frühestens in 2015" von M.-H. Gering-Fehr

In Anbetracht einer Umweltstudie für die Storchenseebrücke stellt sich mir die Frage, ob auch eine Studie für die Wittichbrücke erstellt werden soll. Offensichtlich doch nicht, sonst wären die Bürger des Anliegerbereiches nicht mit der bereits fertigen Planung so überrumpelt worden und der Beschluss nicht mit dieser Geschwindigkeit durch das Stadtparlament gepeitscht worden.

Wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen. Und wenn ja, warum ? Sollten nicht alle Menschen, Tiere usw. gleich behandelt werden ? Wer ist denn hier eigentlich gleicher als gleich. Das ist mir doch zu hoch. Das muss mir erst einmal jemand erklären.

M.-H. Gering-Fehr

Freitag, 13. Juni 2008

Bürgerbegehren mit neuem Unterschriftenformular offiziell eingeleitet

Das Bürgerbegehren ist nun offiziell eingeleitet worden !

Dazu ist es notwendig auf einem neuen, in Absprache mit Rechtsanwälten erstellten, Formular zu unterschreiben.
D.h. alle der bisher mehr als 1700 Unterschreiber des Probelaufs werden gebeten erneut für das Bürgebegehren zu unterschreiben.
Dies ist zwingend notwendig, um das Vorhaben nicht an formalen Fehlern etc. scheitern zu lassen.

Wenn es also in den nächsten Tagen an Ihrer Tür klingelt, machen Sie ruhig auf, es könnte ein freundlicher Unterstützer der Bürgerinitiative sein, der Sie um Ihre Unterschrift bittet.

Die neuen Unterschriftenlisten liegen obendrein in verschiedenen Rotenburger Geschäften aus.
Desweiteren ist die Bürgerinitiative an den nächsten 3 Samstagen mit einem Stand auf dem Marktplatz vertreten, so dass es genügend Möglichkeiten geben sollte, Ihre Solidarität mit dem Begehren auszudrücken.
Wem das noch nicht reicht, kann sich hier das Formular runterladen, ausdrucken und an die angegebenen Stellen schicken. Alternativ kann es auch in den Rotenburger Geschäften, in denen die Listen ausliegen, abgegeben werden.

Brücken als Wahrzeichen und Symbole - von Ernst Kreis

Zum Thema Brückenneubau sind schon viele Argumente ins Gespräch gebracht worden, wenig beachtet wurden bisher die Aspekte „Brücken als Wahrzeichen“ und „Brücken als Symbole“.
Seit alter Zeit gelten Brücken neben Kirchen, Rathäusern und anderen repräsentativen Gebäuden als Wahrzeichen unserer Städte. Sehr schön lässt sich das ablesen am Logo der Stadt Rotenburg (mit und ohne Konne). Die alte Brücke im Zentrum schlägt einen Bogen von einer Kirche zur anderen, zugleich von öffentlichen Rathaus zu den privaten Fachwerk-Bürgerhäusern. Sie überbrückt die Zeitspanne von der mittelalterlichen Vergangenheit (Turm der Stadtmauer) bis zur Gegenwart, sie verbindet von Menschenhand Errichtetes mit der Natur (Bäume).
„Wahrzeichen“ sind nach den Aussagen sprachgeschichtlicher Forschung „Zeichen zur Wahrnehmung“: Man soll an ihnen wahrnehmen, von welchen Leitbildern, Ideen und Lebensentwürfen ihre Auftraggeber, Planer und Erbauer geleitet wurden, was sie in ihrer Zeit und für ihre Stadt für so wichtig hielten, dass sie es zum kulturellen Erbe für ihre Nachkommen bestimmten. Ich meine, an den beiden Rotenburger Brücken und an den drei Fußgängerstegen kann man in dieser Hinsicht sehr viel erkennen.
Was für ein Wahrzeichen könnte die neue, am Wittigsteg geplante Brücke sein ? Was könnten künftige Generationen an ihr ablesen ? Von welchen Leitbildern, Ideen und Lebensentwürfen werden die getrieben, die so etwas in die Welt setzen möchten als kulturelles Erbe für die Nachwelt ?

Warum haben Brücken solche Bedeutung ? Weil Brücken nicht nur mit technischem Aufwand hergestellte Verkehrswege, sondern zugleich bedeutsame Symbole sind. Genau das kann man sich am Rotenburger Logo klarmachen – in dem Sinne, wie ich es oben gezeigt habe. Man kann es sich klarmachen an zahlreichen Redewendungen der deutschen Sprache, siehe den Kasten unten.
Allgemein kann man sagen: Brücken verbinden und führen zusammen (manchmal zuvor Getrenntes), Brücken überwinden Gräben, schaffen Begegnung und Gemeinschaft, führen Teile zu einem Ganzen zusammen, führen aus der Enge ins Weite, leiten zu neuen Wegen hin und zeigen damit neue Perspektiven auf.

Dieser Symbolgehalt hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte entwickelt und ist tief in unserer Seele verankert. Deshalb muss dieser Gehalt auch seinen Ausdruck finden in der ästhetischen Gestaltung einer Brücke (vgl. dazu den Streit um die geplante Dresdner Brücke) und in ihrer Verortung im Stadtbild bzw. in der Landschaft, sonst wird sie zum Zeugnis von Unkultur.
Ich frage mich: Hat man bei der bisherigen Planung dies bedacht ? Ich fürchte: nein. Wenn dem so ist, wer will die Verantwortung tragen für eine Brücke, die nichts oder wenig von dem oben Gesagten berücksichtigt – die nicht verbindet, sondern Gräben aufreißt – die letztlich den Namen „Brücke“ nicht verdient ?

Redewendungen zum Stichwort „Brücke“, die den Symbolgehalt verdeutlichen:

  • Mit diesem Angebot habe ich ihm eine goldene Brücke gebaut.
  • Nach seinem Umzug hat er alle Brücken hinter sich abgebrochen.
  • Der Sport soll Brücken schlagen zwischen den Völkern.
  • Da mache ich nicht mit, über diese Brücke gehe ich nicht!
  • Es gelang nicht, durch diesen Kompromiss die Gegensätze zu überbrücken.
  • Über sieben Brücken musst du gehen.
  • Picassos Werke gelten als Brückenschlag zwischen archaischer und moderner Kunst.
  • Ein Überbrückungsdarlehen half der Stadt über den finanziellen Engpass hinweg.
Ernst Kreis

Campingweg 2

36199 Rotenburg an der Fulda

Tel.: 0 66 23 - 91 86 85

E-Mail: Ernst.Kreis@t-online.de



Donnerstag, 12. Juni 2008

bisher mehr als 1700 Unterschriften gegen dauerhafte Wittichbrücke !!!

  • > 1700 Unterschriften wurden gegen den Bau der Brücke übergeben
  • Bürgerbegehren wird eingeleitet
  • Wenn Bürgermeister nicht einlenkt kommt es zum Bürgerentscheid !
(Quelle: http://www.hna.de/rotenburgstart/00_20080611175025_einssiebennullnull_Proteste_gegen_die_Wittichb.html)

Nach Aussage des Bürgermeisters am 20.05.08 in der Stadtverordnetenversammlung, war ihm klar, dass sein "...Plan einer dauerhaften Wittichbrücke zu Emotionen führen wird und mit Betroffenheit zu rechnen ist."

Ich denke es ist nun weit mehr als das !
Sowohl quantitativ, mehr als 1700 Stimmen sprechen eine eindeutige Sprache, als auch qualitativ.
Denn die Menschen in Rotenburg machen sich seitdem nicht nur Gedanken über mögliche Lösungen der Brückenfrage, sondern
fragen sich nun auch, wie es bereits Frau Dr. Rangkuty in Ihrem Leserbrief anmerkte, "kann die Stadt so mit uns umgehen ?".

Wir werden sehen, ob der Bürgermeister eine Antwort auf die Frage geben kann.
Kann er es nicht, werden es die Bürger tun, spätestens beim Bürgerentscheid.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Dr. Edith Therese Rangkuty

Stückwerk zu Lasten der Bürger

Es hat sicher keiner damit gerechnet, dass sich so viele Rotenburger mit ihrer Stadt identifizieren und für den Erhalt ihrer Landschaft und Natur einsetzen. Ein Aufschrei geht durch die Bevölkerung und das ist gut so.

Die Wohn- und Lebensqualität im Bereich des Wittichsteges würde durch den Neubau einer Brücke erheblich eingeschränkt. Im Laufe der letzten Jahre ist dort ein kompaktes Wohngebiet entstanden, in dem sich Jung und Alt wohl fühlen. So sind junge Familien gezielt in diese Wohngegend gezogen oder haben dort gebaut. Sie wollten die ruhige Lage und die Nähe zur Natur vor allem für ihre Kinder. Und die, die schon seit Jahr und Tag dort wohnen und Eigentum besitzen, waren sich sicher, einmal die richtige Entscheidung getroffen zu haben: eine Immobilie in guter Lage deren Wert eine Sicherheit fürs Alter bietet.

All diese Leute sehen sich nun vor den Kopf gestoßen und fragen sich, ob man denn so mit ihnen umgehen kann. Unsicherheit kommt auf und das aus gutem Grund: Was wird aus meiner Immobilie, wenn die Brücke kommt ? Wie laut und staubig wird es dann sein ? Kann in Zukunft das Biotop noch von den Schulen im Unterricht so genutzt werden und wo bleibt der ruhige Wanderweg an der Fulda ?

All die Fragen, die die Menschen im Zusammenhang mit der geplanten Brücke beschäftigen, lassen sich letztendlich zu einer zusammenfassen: Kann die Stadt so mit uns umgehen ?

Ich denke, sie kann es nicht und sie sollte es aus Respekt vor den Bürgern und Bürgerinnen auch nicht. Es geht nicht alleine darum, dass geltendes Planungsrecht eingehalten wird. Das ist ohnehin zwingend erforderlich. Es geht darum, bevor Planungsrecht geschaffen wird, die Mitbürger über ein mögliches Projekt zu informieren. Es geht darum, zu erläutern und zu erklären, aber vor allem geht es um Eines: Wie beurteilen die Anwohner das Projekt und welche umsetzbaren Alternativen gibt es ?

Bei einer Informationsveranstaltung zum Integrierten Handlungskonzept „ZuBRA“ der Kommunen Bebra-Rotenburg-Alheim hat Herr Geyer vom zuständigen Planungsbüro vor wenigen Wochen die Fuldaauen in Rotenburg als ein Kleinod bezeichnet. Diese seien ein „Alleinstellungsmerkmal“ unserer Stadt und als solches besonders schützenswert. Mit ihrer Hilfe könne man den naturnahen, ländlichen Tourismus sehr gut ausbauen.

Ist das schon wieder Schall und Rauch ? Egal, obwohl die Stadt Rotenburg an der Finanzierung des Konzeptes maßgeblich beteiligt war ? Was soll eigentlich dieses ganze Stückwerk, diese verzettelten Einzelprojekte, die mal wieder nicht zueinander passen ? Hier ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept - dort eine geplante Brücke, die nicht dazu passt. Hier die fast jahrelang vor sich hindämmernde Planung einer Ortsumgehung mit Brücke zur Anbindung an eines der wenigen kleinen Gewerbegebiete, die Rotenburg überhaupt hat – dort eine geplante Brücke, die nicht dazu passt. Diese Aufzählung der Verzettelung und des Stückwerks ließe sich beliebig fortsetzen.

Gibt es erst einmal mehrheitliche Parlamentsbeschlüsse zu Gunsten der Wittichbrücke, hat die Hessische Landesregierung keine rechtliche Handhabe, den Beschluss zu kippen. Grund hierfür ist, dass es sich bei dem Gesamtprojekt um eine innerörtliche Strasse handelt

Der Einsatz der Rotenburger darf also nicht im Sande verlaufen und die Unterschriftenlisten zeigen, dass sich nicht nur die Bewohner des betroffenen Gebietes um ihre Stadt sorgen.

Die Verantwortlichen müssen nun die richtigen Konsequenzen daraus ziehen.

06.06.08, gez. Dr. Edith Therese Rangkuty

Dienstag, 10. Juni 2008

Leserbrief "Luftkurort ?" von Heidrun Deubener

Ich halte die Planung einer dauerhaften Brücke am Wittichsteg für eine absolute Fehlentscheidung der Stadt Rotenburg. Langfristig wird die Breitenstraße, die gesamte Innenstadt und die Hochmahle nur durch die seit Jahrzehnten geplante Brücke vor Lispenhausen (mit Ortsumgehung dieses Stadtteiles) entlastet. Mit der dauerhaften Brücke am Wittichsteg (zum Weihersgrund) würde Rotenburg weiterhin das Nadelöhr von der Anbindung B 83 durch die Bahnunterführung, über die Brücke der Städtepartnerschaft Richtung Innenstadt behalten! Wird nicht durch den Bau der geplanten auerhaften Wittichbrücke das wertvolle Prädikat „Luftkurort“ leichtfertig aufs Spiel gesetzt ? Denn Fakt wird sein, steht erst einmal die Wittichbrücke, wird wohl die geplante Brückenanbindung Lispenhausen zu den Akten gelegt, denn wer soll diese dann noch bezahlen? Erwähnen möchte ich, dass die Busse der Firma Zilch heute bereits mit Funksprechgeräten fahren, weil ein Begegnungsverkehr zweier Busse in der Bürgerstraße nicht möglich ist. Sollen künftig die 60-Tonner, die das Weihersgrundcenter anfahren, von der Stadt Rotenburg dann am Beginn und Ende der Bürgerstraße mit Funksprechgeräten ausgestattet werden, um einen reibungslosen Verkehrsablauf zu sichern ? Was passiert, wenn der Investor des Weihersgrundcenters wegen Unrentabilität die Stadt Rotenburg wieder verlässt ? Für ihn steht schließlich nur der Profit und nicht das Wohl der Stadt Rotenburg im Vordergrund. Wir hätten weitere Geschäft die leer stehen und eine Brücke die kein Mensch braucht. Ich appelliere daher eindringlich an die heutigen Verantwortlichen bei der Stadt Rotenburg, den Bau der geplanten dauerhaften Wittichbrücke, die Natur- und Menschenunfreundlich ist, zu verwerfen ! Kinder und Enkelkinder werden es ihnen danken. Die Kassen der Stadt Rotenburg sehr wahrscheinlich auch.

Heidrun Deubener

Bürgerstr. 18
36199 Rotenburg

Leserbrief "Ausbau Wittichsteg" von Marianne Jäger v. Dartel

Drei Verkehrsbrücken im Abstand von wenigen 100 Metern findet man kaum in einer anderen Stadt vergleichbarer Größe (siehe Melsungen: 2 Brücken).

Vielleicht will man damit die Besonderheit Rotenburgs unterstreichen. Wenn es schon eine Brücke sein soll, dann dort, wo sie ihren Zweck erfüllt, im Gewerbegebiet, nicht jedoch in der Anbindung eines Wohngebietes.

Die Folgen dieser Fehlplanung haben nicht nur die betroffenen Anwohner der Bürgerstraße zu spüren, die schon jetzt mit dem Eisenbahnlärm und dann noch zusätzlich mit dem Straßenlärm und den damit einhergehenden Autoabgasen und allen daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen leben müssen.

Wir alle haben letztlich unter dieser Fehlplanung, sprich Steuerverschwendung, zu leiden. Selbst unsere Enkelkinder werden dafür noch zur Kasse gebeten.

Anscheinend weiß man im Rotenburger Rathaus nichts besseres mit unseren Steuergeldern anzufangen, als sie für undurchdachte Projekte auszugeben.

Schon der Kauf des Bahnhofes wird uns nach der Sanierung mit nahezu 1 Million Euro belasten. Mit der Wittichbrücke wird eine Verkehrsdauerbelastung unserer Innenstadt zugemutet, die manchen Rotenburger veranlassen könnte, seine Zelte woanders aufzuschlagen.

Was wir brauchen und womit wir Menschen nach Rotenburg locken können, ist unsere intakte Natur mit den gern genutzten Spazierwegen in der Fuldaaue, deren Erholungswert wir mit zusätzlichem Straßenverkehr zunichte machen.

Marianne Jäger v. Dartel

Bürgerstrasse 26
36199 Rotenburg

Diskussion mit "Rotenburger_Jung"

(Quelle: http://www.hna.de/rotenburgstart/00_20080605193749_Huth_Wir_sind_entsetzt.html)

Rotenburger_Jung:

... und Breitbarth, es weiss jetzt jeder Online-Leser das Sie einen Blog gegen die Brücke eingerichtet haben. Den nächsten den Sie einrichten könnten wäre "Pro Mündershäuser Strasse", der zu erwartende Verkehr in der Bürgerstrasse dürfte genau so hoch sein

Breitbart:
@ "Rotenburger_Jung":
wenn es jeder weiß, freut es mich. Leider weiß noch keiner wer hinter Ihrem Nickname steckt. Verbietet evtl. das Parteibuch das Posten unter eigenem Namen ;-) ?
Gruß
Michael Breitbart (ohne h)


Rotenburger_Jung:

ich schreibe schon immer als Rotenburger_Jung, ich bin Rotenburger und werde es auch immer bleiben.
Es steht kein Parteibuch oder Parteizwänge hinter mir, aber ich ich vermute das Sie jedem der gegen Ihre Interssen ist ein Parteifunmktionär oder Stadtrat sehen.
Wie gesagt wären Sie nicht persönlich betroffen, würde man Ihre Stimme nicht hören oder habe ich sie nur nicht gehört ? vielleich waren sie ja schon vor 2 oder 3 Jahren für die dritte Fuldabrücke und ich habe Ihre Stimme nicht vernommen.

Breitbart:
@Rotenburger_Jung
Ich heisse Breitbart und werde es vermutlich auch immer bleiben, von daher ist dies kein Grund seinen richtigen Namen nicht zu nennen, speziell wenn man direkt angesprochen wird.
Bei meiner Aussage mit dem Parteibuch bitte folgendes Emoticon ;-) beachten, dies bedeutet zwinkern und „Nimm’s nicht so ernst!“ von daher ist Ihre erste Vermutung falsch. Wenn Sie hinter jedem, der sich für eine bestimmte Sache einsetzt nur die Verfolgung eigener oder partikulärer Interessen vermuten, ist Ihre Einstellung genauso fragwürdig wie die, der Leute, die Sie jetzt kritisieren.
Dass Sie meine Stimme bzgl. der Problematik einer dritten Fuldabrücke bisher nicht vernommen haben, hat nichts mit Ihrer auditiven Wahrnehmung zu tun, sondern mit der Tatsache, dass ich mich dazu öffentlich noch nicht äussern musste. Dies habe ich u.a. auch noch nicht zu den Themen Stadtmarketingverein, Studiengebühren und Ölpreisanstieg, trotzdem habe ich eine Meinung dazu.
Von daher ist Ihre letzte Aussage für mich auch keine Grundvoraussetzung, jetzt nicht gegen eine dauerhafte Wittichbrücke protestieren zu dürfen.

Fortsetzung folgt...

Rotenburger_Jung:
@ Breitbart,
eben, nichts gehört, weil nich persönlich betroffen. Baut eine Brücke aber möglichst weit vom Wittich entfernt.
Das heisst allerdings nicht, das ich diese Lösung als die beste ansehe, aber es ist das kleiner Übel im Vergleich zur "alten" Fuldabrücke und Behelfsbrücke wo auch immer.
Die dritte Brücke incl. Ortsumgehung Lispenhausen wird, so befürchte ich, nie gebaut werden. und in 20 Jahren wird die auch nicht mehr benötigt, weil sich eh keiner mehr leisten kann mit einem Auto zu fahren.
Wir werden uns am 23.06. in der Bürgerversammlung kennen lernen.

Breitbart:

@Rotenburger_Jung
Ich weiss nicht woher Sie zu wissen meinen, dass ich eine Brücke "nur möglichst weit weg vom Wittich" befürworte.
Die Bürgerinitiative (mich eingeschlossen) hat sich mit großer Mehrheit gegen eine dauerhafte Brücke am Wittich ausgesprochen. Dauerhaft ist das Schlüsselwort.
Wenn weitere Standort Alternativen für eine Behelfsbrücke schlechter als der Standort am Wittich sind (prüft das überhaupt noch jemand ?) hätte die Bürgerinitiative nichts gegen eine befristete Behelfsbrücke am Wittich. Anders wäre der, aus meiner Sicht, große Rückhalt in der Bevölkerung auch gar nicht zu erreichen.
Ich weiß nicht, wie man das einem vorgeworfene St. Floriansprinzip (O heiliger Sankt Florian, verschon´ mein Haus, zünd' and´re an) noch mehr entkräften kann.
Hauptargumente für die Behelfsbrücke sind u.a., dass das Land die vollen Kosten trägt und die Auenlandschaft nicht dauerhaft zerschnitten wird.
Ich glaube, wie Sie auch, dass die dritte Brücke incl. Ortsumgehung Lispenhausen nie kommen wird, wenn erst eine dauerhafte Brücke am Wittich steht.
Auf der Bürgerversammlung werden wir uns nicht kennenlernen, da wir dann bereits im Urlaub sind, wie wahrscheinlich viele andere Rotenburger auch schon.
Ich verzichte hier bewußt auf einen Kommentar, wie man eine Bürgerversammlung zeitlich nach einer wahrscheinlich entscheidenden Stadtparlamentssitzung und in die Sommerferien legen kann, sonst werfen Sie mir evtl. weitere Verschwörungstheorien vor ;-)

Fortsetzung folgt...

Meinung von Helma Göb

Ich muss mich mal wieder hinsetzen und den Rotenburgern einen alten/neuen Aspekt in Erinnerung rufen, den viele Bürger wohl schon vergessen haben: Hochwasser ! Wie es jetzt im Killertal war, sehen wir mit Grausen, aber ähnlich war es doch auch hier am 23.01.1995. Ich sehe noch die riesigen Wassermassen unter mir so weit das Auge reicht. Gar manche Fotos spiegeln meine Gefühle wider. Welche Gründe da zusammenspielen ist jetzt egal. Beim nächsten Mal gibt es andere Zusammenhänge. Wichtig ist jetzt nur das: Wenn die Wittichbrücke kommt, mit ihren Rampen zur Braacher Straße und in der Bürgerstraße/Am Kies/Auf den Beeten/Hintere Bürgerstraße gibt es Dämme, die die Wassermassen stauen. Diese Wassermassen kann man nicht wie auf einer Kreuzung mit einer Verkehrsinsel steuern: Die kommen von allen Seiten ! Das Wasser kommt die Fulda hinunter über die Altstadt, über die Neustadt. Es gibt eine "Informationsschrift" zur Hochwassergefahr der Fulda in Rotenburg" vom März 2003. Darin werden die Straßen aufgeführt die hochwassergefährdet sind. Altstadt: 22 Straßen und Gassen Neustadt: 14 Straßen und Gassen Der Hochwasserschutz, den wir zur Zeit ducrh die Auenlandschaft haben, reicht dann nicht, wenn jetzt Rampen und Dämme gebaut werden sollen, die das wieder zusammenzwingen. Hallo Bürger von Rotenburg, wacht auf ! Ziegt doch mal den 19 Stadtverordneten und ihrem "Chef", dass Ihr die Dummen seid, wenn es heißt "Land unter" ! Die, die Ihr dort in den 36 Straßen und Gassen wohnt, wehrt euch !!! Wir hier in der Bürgerstraße sind wohl jetzt das Sprachrohr, aber wir brauchen auch Solidarität derer, die auf den Bergen und in den Stadtteilen wohnen. Die nächste Brücke, die gebaut werden muß, gehört nach Lispenhausen-Rotenburg/Industriegebiet, nicht in ein Naherholungsgebiet mit erneuter Hochwassergefährdung für Rotenburg. Ich appeliere an den gesunden Menschenverstand von Magistrat, Stadtverordneten und "Chef".
Oder gibt es über diese Damen und Herren eine Versicherung, die Hochwasserschäden auffängt ?!?
Das wäre wichtig zu wissen !

Helma Göb

Meinung von Manfred Knierim

Meine Meinung zum Bericht der HNA vom 05.06.08:
Ist es wirklich wahr, was man heute in der HNA lesen konnte ?
Sagte die Versammlung am Dienstag wirklich "Ja" zu dem Bau einer Behelfsbrücke am Wittichsteg ?
Ist Ihnen klar, dass somit die Bürgerstraße in dem Maße ausgebaut werden muss, als würde die neue Brücke errichtet werden ?
Ist Ihnen klar, dass die Fuldaaue zumindest auf Stelzen überquert werden wird, um Sicherheit vor Hochwasser zu gewährleisten ?
Dies wird einen noch nicht einzuschätzenden Einfluss auf die Höhe der Fluten in der Stadt haben und außerdem, wie sieht dieses "Nadelwehr", brutal die Aue schneidend, aus !
Ist Ihnen klar, dass das Wilfertsche Haus abgerissen werden muss und somit unumstößliche Fakten geschaffen werden ?
Bald wird der Bürgermeister durch sein Sprachrohr verlauten lassen, der Verkehr fließe hervorragend und die Anwohner hätten sich daran gewöhnt, ja sie würden sogar die vielen Vorteile der neuen Straße schätzen. Aufgrund der getätigten hohen Investitionen könne man nicht anders, als Straße und Brücke als Dauerlösung anzusehen.
Wenn der Bericht stimmt, was ich sehr befürchte, war sämtliches Engagement der Bürger vergebens, die Brücke wird mit der allerhöchsten Gnade der Interessengemeinschaft gebaut werden. Das war ein Eigentor, auch m.s. geht gestärkt aus dieser Angelegenheit heraus. Es wird den Bürgern dieser Stadt zur Schande gereichen, sich gegen solches Vorgehen nicht gewehrt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Knierim

Meinung von Heidrun Deubener

(Quelle HNA vom 09.06.2008)
öffentliche Sitzung des Haupt-und Finanzausschusse am 16.06.8 um 19.00 Uhr
Punkt 3:
Beratung und Beschlussfassung über den Ankauf des in der Kernstadt gelegenen Grundstücks Braacher Str. 12 von Frau Helene Wilfert im Rahmen der Verwirklichung der "Wittichbrücke".

Lt. Aussagen verschiedener Stadtverordneter sei es Verschwendung von Steuergeldern, für viel Geld eine Behelfsbrücke aufzubauen und anschl. wieder abzubauen!!!
Ist es nicht auch eine Verschwendung von Steuergeldern, ein gut erhaltenes Wohnhaus aufzukaufen, um es anschl. abzureissen?

Heidrun Deubener

Montag, 9. Juni 2008

Leserbrief "In den Sand gesetzt" von Wilhelm Fenner

Der, für Schwerlastverkehr sinnlose Bau der Wittichbrücke wird sicherlich nach der Reparatur der Städtepartnerschaftsbrücke für den Schwerlastverkehr wieder gesperrt werden. Damit wäre das Geld buchstäblich in den Sand gesetzt.
Es ist vorteilhafter, eine Brücke südlich von Rotenburg für die vorgesehenen Gelder zu bauen. Diese Brücke müsste für eine Straßenverbindung erstellt werden, die die Industriestraße (vom Rotenburger Finanzamt kommend), an Lispenhausen vorbei, direkt zur Bundesstraße 27 führt, zu der Stelle, wo eine Brücke bei der Bebraer Kläranlage eine kreuzungsfreie Anbindung an die
Bundesstraße 27 ermöglicht.
Hierdurch würden täglich etwa 500 Liter Treibstoff gespart werden, wenn die Strecke über den Dickenrück und die Durchfahrt durch die Rotenburger Neustadt und durch Lispenhausen entfiele.
Wie würden sich die Anlieger der Stadtteile Dickenrück, Lüdersdorf, Breitenbach, Blankenheim und Lispenhausen freuen, wenn durch diese Maßnahme der störende Druchgangsverkehr reduziert würde.
Sollte dann noch an diese Straße die Umgehung von Lispenhausen angeschlossen werden, hätte man ein Optimum der Verkehrsführung.

Wilhelm Fenner

Rotenburg

Sonntag, 8. Juni 2008

Kleines Rätsel – Wer erkennt die Spitzfindigkeit ?

Die folgende Antwort des Bürgermeisters zu einem der Kritikpunkte von Frau Huth (Quelle: Kreisanzeiger vom 08.06.08) sollte man sich genau durchlesen.

Huth:

Die Stadt Rotenburg hat es bis heute noch nicht geschafft, den Wittichsteg vollständig zu bezahlen, bevor er abgerissen werden soll.


Fehr:

Der Wittichsteg ist bezahlt. Wir zahlen dafür ein zinsloses Darlehen.


Haben Sie es ?

Vielleicht geht es Ihnen wie mir, ich musste die Antwort auch erst mehrmals durchlesen.

Frau Huth spricht darauf an, dass man etwas (in dem Fall eine Brücke, es könnte aber auch was ganz anderes sein) noch nicht bezahlt habe.

Hr. Fehr antwortet, die Brücke sei bezahlt.

Seinem Verständnis nach kann dies aber nichts anderes heißen, als dass man die Brücke nicht geklaut habe, denn um die Existenz eines zumindest „zinsloses Darlehens“ macht er ja keinen Hehl.

Nimmt man den Gedanken des Bürgermeisters auf, so fragt man sich wie es überhaupt zur aktuellen Kreditkrise in den USA und den anschließenden Finanzturbulenzen kommen konnte. Schließlich waren die Häuser dort doch auch alle bezahlt, oder ?!?

Zur Erinnerung:
Millionen von Amerikanern, die mit geringem oder gar keinem Eigenkapital Häuser in den USA kauften, und nach einigen Leitzinsanhebungen unter der Kreditlast zusammenbrachen, lösten dadurch eine weltweite Finanzkrise aus.

Zugegeben, das angesprochene Darlehen des Bürgermeisters ist zinslos, von daher ist es nicht direkt von steigenden Finanzmarktzinsen betroffen. Trotzdem muss es zurückgezahlt werden und verringert dadurch den finanziellen Spielraum in der Zukunft !

Die Finanzkrise im benachbarten Alsfeld sollte hier Warnung genug sein.

Ich habe übrigens die Argumentation des Bürgermeisters heute gleich aufgenommen und meiner Frau erklärt, Sie brauche sich um unser Haushaltsbudget sowie die weitere Finanzierung unseres vor 7 Jahren gekauften Hauses keine Sorgen mehr zu machen. Schließlich haben wir das Haus damals bezahlt und zahlen seitdem nur noch regelmäßig Zins & Tilgung. Beruhigt hat es sie nicht…

Leserbrief „Dauerhafte Wittichbrücke" von Hans-Albert Jäger

Ich habe mit großem Interesse die bisherigen Leserbriefe verfolgt.
Den Argumenten gegen die geplante dauerhafte Wittichbrücke kann ich nur zustimmen.

Unsere Rotenburger Entscheidungsgremien sollten sich jedoch nicht nur mit den Beschwerden und Einwänden fast der gesamten Stadtbevölkerung ( nicht nur Anwohner der Bürgerstrasse )befassen, sondern sich auch einmal mit dem Grundgesetz vertraut machen.


Da heißt es in Artikel 21 Absatz 1 :

„Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit „.

Eine politische Willensbildung findet aber in Rotenburg offenbar nicht statt. Es wird durch den Bürgermeister nach Gutsherrenart regiert. Die Bürgerschaft wird scheinbar von ihm als unmündig angesehen. Sie wird sich gegen die geplante Maßnahme zur Wehr setzen.


Ich verweise ferner auch noch auf das Baugesetzbuch (BauGB) § 1 – Aufgabe, Begriffe und vor allem GRUNDSÄTZE der Bauleitplanung.


Der Gesetzgeber wird sich schon etwas dabei gedacht haben wenn er, in Absatz 5 formuliert:

Die Bauleitpläne sollen eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen, auch in Verantwortung gegenüber künftiger Generationen, miteinander in Einklang bringt, und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten.

… oder : sie sollen dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln, auch in Verantwortung für den allgemeinen Klimaschutz, sowie die städtebauliche Gestalt und das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu E R H A L T E N und zu entwickeln.


Besonders zu berücksichtigen sind nach Absatz 6 unter anderem die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn-und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Bevölkerung.


Ferner ist noch der Absatz 3 BauGB zu erwähnen, wonach die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die Ziele und Zwecke der Planung… zu unterrichten ist. Ihr ist Gelegenheit zu Äußerung und Erörterung zu geben.

Auch dies ist nicht geschehen. Die Bevölkerung wurde mit fertigen Plänen vor vollendete Tatsachen gestellt.


Der Bürgermeister wird aufgefordert dazu Stellung zu nehmen.


Hans-Albert Jäger


Bürgerstrasse 26

36199 Rotenburg
Tel. 06623 – 3311

Gegen den Strom - Gegen die neue Wittichbrücke

...Dies ist der Name einer Skulptur im alten Schlosspark.

Ihre Bedeutung aus meiner Sicht:

Erschaffen, auch mal NEIN zu sagen.
Erschaffen, NICHT mit der breiten Masse zu schwimmen.
Erschaffen, um den Verantwortlichen der Stadt zu zeigen, dass der richtige Platz für eine dauerhafte Brücke die seit Jahren geplante Brücke flussaufwärts -gegen den Strom - im Bereich Lispenhausen ist.


Daher kann es nur eine Lösung geben:

Egal wo eine Behelfsbrücke gebaut wird, die Brücke muss eine Behelfsbrücke bleiben und nach dem „Sanierungsfall“ wieder entfernt werden.

Dadurch würde sich die finanzielle Belastung der Stadt Rotenburg und Ihrer Bürger deutlich gegenüber einer dauerhaften Brückenlösung reduzieren. Denn für die Ausweichstrecke muss, wie in der Sitzung vom 20.05. dargelegt, nicht mehr die Stadt die Zeche zahlen.
Der geplante 800 T€ Baukostenanteil für die Stadt zzgl. den jährlichen Unterhaltskosten von ca. 80 T€ für die dauerhafte Brücke würden dann ebenfalls entfallen. Geschätzte Ersparnis in den nächsten 30 Jahren ==> 3,2 Mio € (ohne Zinsen). Wenn jetzt die Stadt noch auf die Idee käme, als „Wegezoll“ für die Anwohner der Bürgerstrasse die kpl. Instandsetzungskosten nicht nach der Satzung 50/50 oder 25/75 an die Anlieger weiter zu geben, sondern 100% der Instandsetzungkosten der Bürgerstrasse kpl. zu übernehmen, bin ich überzeugt, dass alle mit an einem Strang ziehen werden.
Eventuell fallen erst gar keine Anliegergebühren an, da wir ja eigentlich keine zusätzliche Brücke innerhalb Rotenburg benötigen.

Ich hoffe, dass die Skulptur im Bereich alter Schlosspark „Gegen den Strom“ für Rotenburg auch bedeutet:

Der Mensch ist wichtiger als "ein Schnaps oben drauf".

Gerhard Niebuhr
36199 Rotenburg
Braacher Str. 8
Tel: 06623-44559
e-mail:
genipe@web.de

Freitag, 6. Juni 2008

Leserbrief "Brückenneubau mit neuen Fehlern" von Manfred Hildebrand

Ein entscheidendes Argument der politischen Entscheidungsträger für die Standortwahl der jetzt maroden Brücke war die Befürchtung, dass über eine „Südbrücke" die Kaufkraft von Bürgern der angeschlossenen Stadtbereiche und von Soldaten nach Bebra u. Bad Hersfeld abfließen würde. Im Umkehrschluss heißt das doch, dass mit einer dauerhaften „Wittichbrücke" die Kaufkraft an die Braacher Strasse gelenkt werden soll. Arme Innenstadt ! Nachdem 1968 die brutale Schneise durch die historische Altstadt geschlagen wurde, entwickelte sich der verbliebene, nördlich davon gelegene Stadtteil als bevorzugtes Wohngebiet für ältere Menschen. Von der „Hessische Heimstätte" wurde zahlreiche Altenwohnungen gebaut. Im Vertrauen auf eine ruhige Wohnlage mit kurzen ,ebenen Wegen zur Innenstadt und in die Fulda - Aue investierten zahlreiche Bürger erhebliche Beträge in Wohnanlagen und Eigenheimen. Die Verkehrslenkung durch die Bürgerstraße hat einen stärkeren Ausbau derselben zur Folge. Die Anwohner sollen nun auch noch in Form von Anliegerkosten den Wertverlust ihrer Immobilie und die Verringerung der Wohnqualität bezahlen. Wenn in der Stadtverordneten - Versammlung am 20. Mai von den 19 Ja-Stimmen der SPD -Fraktion allein 4 Stimmen von Stadtbediensteten abgegeben wurden, lässt in mir den Verdacht aufkommen ,dass neben der Parteiraison noch andere Überlegungen dieser Personen mit im Spiel waren. Die Entscheidung dauerhafte „Wittichbrücke" sollte unter Beachtung aller inzwischen bekannten Argumente eigenverantwortlich von den Befürwortern überdacht werden !

Manfred Hildebrand

Am Schild 10
Rotenburg

Bürgerbegehren - kleine Arithmetik

Zur besseren Einordnung der bisher über 1000 gesammelten Unterschriften (und dem angestrebten Ziel von etwa 1300 - 1400), die in in kürzester Zeit gegen eine dauerhafte Brücke am Wittichsteg gesammelt wurden, folgende Information:

Quelle: http://www.meinepolitik.de/merkbuer.htm
bzw.
§ 8b Bürgerbegehren und Bürgerentscheid der Hessischen Gemeindeordnung (HGO)

9.1. Das Zustimmungsquorum beim Bürgerentscheid
Dieses Erfordernis beim Bürgerentscheid besagt, daß ein Bürgerentscheid dann erfolgreich ist, wenn zwei Bedingungen erfüllt werden:

1. Eine Mehrheit der Abstimmenden entscheidet im Sinne des Begehrens
2. Mindestens 25 Prozent der Stimmberechtigten entscheiden im Sinne des Begehrens.

Beispiel (angepasst für Rotenburg): Bei ca. 11.210 Wahlberechtigten* müssen für das Begehren
(1.) die Mehrheit der Abstimmenden (> 50 %) und
(2.) mindestens 2.803 Stimmen (25 % der Stimmberechtigten) stimmen

*Anzahl Wahlberechtigter Gemeindewahl 2006 -> 11.210
Quelle: http://www.hsl.de/subweb/k2006/TG632018.htm

Meinung von Heiko Ridder

Einerseits mit Bestürzung, anderseits mit Verwunderung höre und lese ich von dem Rotenburger Plan, das Ende der Bürgerstraße duch eine Brücke zu versauen.
Ja, seit Ihr Politiker denn von allen guten Geistern verlassen ? Und: Hattet Ihr überhaupt schon mal welche ??
Als "alter ehemaliger Bewohner" der Bürgerstr. 43 ist mir der Werdegang dieser Straße wohl bekannt. 1969 haben die Ridders dort gebaut, zusammen mit Beckers ein Doppelhaus.
Nach und nach kamen andere Häuser hinzu, links und rechts der Straße.
Alle Häuschen stehen recht dicht an der Fahrbahn, ging damals nicht anders.
Wenn nun die Bürgerstraße verbreitert werden soll - und das müßte sie dann ja wohl - stehen die Milchflaschen und hängen die Brötchen morgens direkt im Fahrtwind vorbeifahrender LKW, Fenster öffnen ist nicht mehr drin, weil der Dreck sonst die Küche versaut. Ich will gar nicht erst von Lebensqualität und ähnlichem reden, meine Vorredner haben das excellent getan. Was ich aber sagen will:
Die Rotenburger Politik ist nicht mehr das, was sie mal war.
Menschen, wie z.B. der damalige Bürgermeister Stephan, scheint es in der Teppichbodenabteilung des Rathauses nicht mehr zu geben.
Schade. Derjenige, der mein Haus gekauft hat vor ein paar Jahren, wird es nun verfluchen.
Und - liebe Mitbürger aus ROF: Mit Denken und mit Logik hat das nichts zu tun. Wir reden hier von Parteienklüngel und Lobbyisten, die es geschafft haben, die Lispenhäuser Lösung ad acta zu legen.
Habt Ihr mal geschaut, ob einer von den hohen Herren da hinten einen Garten hat ? Jede Wette ist das so.
Wenn jetzt jemand meint, der hat gut reden da aus der Ferne: Stimmt.
Aber ich solidarisiere mich trotzdem mit Euch.
Bleibt hart und zieht das duch. Meine Stimme habt Ihr.

H e i k o R i d d e r

Robert-Koch-Straße 12
63110 R o d g a u
www.bembelriders.de
heiko.ridder@polizei.hessen.de
0176-96109967
06106-13665

Aus der Vogelperspektive - von Horst Sauer

Der Mensch hat mir den Namen Fridolin verpasst, weil er dazu neigt, jedem Geschöpf einen Namen zu geben. Nun bin ich eine männliche Amsel, der Freude an der schönen nahrungsreichen Natur hat. Vor allen Dingen liebe ich die sauerstoffreichen Bäume und Sträucher, in denen ich zusammen mit meinem Weibchen unser gemeinsames Nest bauen kann. Mehr und mehr bekomme ich aber graue Federn, wenn ich beobachte, wie ein mit saftig grünen Blättern gewachsener gesunder Baum nach dem anderen von Menschenhand gefällt wird oder grüne Auen durch eigenartige befestigte steinähnliche Linien, auf denen stinkende Vehikel in großen Mengen sich fortbewegen, verschwinden. Dazu kommen noch gewaltige Stürme und dicker Regen, die ich bis jetzt mit dieser Gewalt noch nicht kannte. Mancher von mir geliebter Baum hat es richtig umgehauen. Was soll aus unserer Amselfamilie nur werden ? Die Luft wird ungenießbarer, die mit viel Aufwand betriebene Nahrungssuche wird immer schwieriger. Und wenn ich mal etwas vermeintlich Leckeres zwischen mein Mäulchen bekomme, dann schmeckt das plötzlich so eigenartig, dass ich davon Magenkrämpfe bekomme. Manch ein Verwandter von mir hat das leider nicht überstanden. Auch die anderen Artgenossen beschweren sich immer mehr über diesen Zustand. Sie erwägen aus der wunderbar schönen Gegend fortzuziehen, weil sie es ihren Kindern nicht mehr zumuten wollten, von verpesteter Luft und vergifteten Körnern und Gräsern ihr Dasein zu fristen.
Zum Glück kenne ich noch ein paar Menschengeschöpfe, die zu uns Tieren hält, und die alles für uns aber auch für sich versuchen, unser und ihr Leben lebenswert zu erhalten. Leider können und verstehen wir zwar nicht ihre Sprache, aber dafür antworten wir mit einer viel schöneren Geste, nämlich unserem weit hörbarem Zwitschern, Pfeifen und Trillern.
Ich appelliere daher an Euch alle, lasst uns leben und versucht, so gut es geht, die noch bestehenden Naturräume zu pflegen und zu erhalten.

Euer Fridolin
mit seinem Freund
Horst Sauer

Mittwoch, 4. Juni 2008

Presse Mitteilung - Interessengemeinschaft Hochwasserschutz - Neue Fulda Brücke am Wittichsteg

Die Bürger wollen und brauchen die Brücke zum Einkaufszentrum am Weihersgrund nicht. Die Menschen in der Stadt werden immer älter. Unsere Geschäfte in der Innenstadt müssen daher erhalten bleiben. Die zusätzliche Verkehrsschneise zum Einkaufszentrum ist das falsche Konzept. Durchgangsverkehr, auch überregionaler, der zusätzlich angezogen wird, gehört nicht in ein Wohn- und Erholungsgebiet.

Für die Reparatur der Brücke der Partnerschaften wird für die Bauzeit eine Behelfslösung benötigt.

Neben anderen Möglichkeiten bietet sich bereits heute für PKW-Verkehr, Feuerwehr und Rotes Kreuz sowie Linien-und Schulbusse die alte Fuldabrücke als Ersatz an. Wenn dies nicht genügen sollte, kann eine zusätzliche schmale Behelfsbrücke neben der Baustelle errichtet werden. Diese Behelfsbrücke wird einspurig ausgelegt, was den Vorteil hat, dass ausreichend Platz für die Arbeiten im Brückenbereich bleibt und dass die Anwohner während der Bauphase weniger Verkehr ausgesetzt sind als heute.

Für die Rotenburger entstehen keine zusätzlichen Kosten, weil das Land Hessen die Ersatzbrücke für die Baustelle bezahlt. Der Schwerverkehr muss wie bisher umgeleitet werden.

Bei dieser Lösung entfällt jegliche Notwendigkeit einer dritten dauerhaften Brücke im Stadtbereich. Im Übrigen sollte die Stadt sich Gedanken darüber machen, dass die extrem lange Bauzeit abgekürzt wird.

Die Rotenburger Bürger sind empört darüber, dass der Bürgermeister sein offensichtlich schon lange geplantes Projekt vor der Öffentlichkeit und der Opposition bis zuletzt geheim gehalten hat.

Durch dieses unzulässige Verhalten wurden die notwendigen Diskussionen und Beratungen für die Entscheidungsfindung in der Öffentlichkeit und bei den Entscheidungsträgern erfolgreich verhindert. Nur aus diesem Grund sind die Abstimmungen positiv für das umstrittene Projekt ausgefallen.

Ein höchst zweifelhaftes und undemokratisches Vorgehen des Herrn Fehr, der damit das Vertrauen, dass die Bevölkerung in ihn gesetzt hat, mit Füssen tritt.

Der Bürgermeister schädigt Rotenburg nachhaltig, es werden weitere Schulden aufgetürmt, die wir uns nicht leisten können und die von den nachfolgenden Generationen bezahlt werden müssen. Dies gilt auch für die hohen Instandhaltungskosten der geplanten neuen Brücke.

Die Stadt Rotenburg hat es bis heute noch nicht einmal geschafft, den Wittichsteg vollständig zu bezahlen bevor er abgerissen werden soll.

Mit dem hohen Zuspruch der Bürger zu den Initiativen wird die Ablehnung der Bevölkerung zu einer dritten Haupt- und Schwerverkehrsverbindung mitten durch das Wohngebiet am Rande der neu geschaffenen Fuldaauen deutlich.

Der Naherholungswert von Rotenburg wird nachhaltig beeinträchtigt, wenn das Konzept des Bürgermeisters umgesetzt werden sollte.

Eine hässliche Brücke in Rotenburg reicht. .Das Stadtbild wurde bereits damals vor 4o Jahren massiv beeinträchtigt. Hände weg von einer weiteren Verschandelung.

Der Wittichsteg wird an einem normalen Werk- und Schultag von mehr als 500 Bürgern und Schülern passiert, die gern auf den Autoverkehr verzichten.

Eine Stadt, die ihr wichtigstes Naherholungs - und Naturschutzgebiet direkt in Stadtnähe zerstört und daraus einen Verkehrsmoloch mit Lärm und Abgasgestank macht, verliert an Attraktivität und wird daher keine Erholungssuchenden mehr begeistern können.

Der Fremdenverkehr in Rotenburg wird daher geschädigt.

Rotenburger Einzelhandelsgeschäfte, Gaststätten, Hotels und Pensionen werden zwangsläufig Einbußen erleiden müssen. Dies ist auch für unser HKZ zu befürchten.

Die Bürger in Rotenburg haben hart dafür gekämpft, dass der Hochwasserschutz umgesetzt wurde und eine natürliche Auenlandschaft von hohem Erholungswert entstanden ist.

Der Bürgermeister, der den Hochwasserschutz als sein eigenes Vorzeigeprojekt präsentiert, kommt nun auf die absurde Idee, es wieder zu zerstören.

Es werden nicht nur die Anlieger der Bürgerstraße die Geschädigten und Betroffenen sein, sondern die gesamte Stadt und insbesondere auch die zukünftigen Generationen.

Wir sind darüber entsetzt und wehren uns entschieden dagegen.

Wie viele Brücken brauchen Herr Fehr und seine SPD Stadtverordneten? Nur wegen der Reparatur einer maroden Brücke soll eine zusätzliche dauerhafte Brücke neu gebaut werden, obwohl die alte Rotenburger Fuldabrücke doch voll funktionstüchtig ist.

Der Bürgermeister hat bei der neuen Verkehrsführung wohl nicht bedacht, dass er die betroffenen Anlieger massiv schädigt und Kindern ihren sicheren Schulweg zerstört. Oder doch – nimmt er dies billigend in Kauf?

Bei den engen Straßen, die insbesondere betroffen sind ( Bürgerstraße, Enge Gasse, Am Kies, Am Rasen usw. ), entsteht hier ein hohes Gefährdungspotential für die Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Anlieger. Es gibt viele, teilweise schlecht überschaubare Grundstücks-ausfahrten, so dass bei den engen Straßen auch Unfälle vorprogrammiert sind.

Was für eine rücksichtslose Planung durch Herrn Fehr, ein gewachsenes innerstädtisches großes Wohngebiet durch einen geänderten Flächennutzungsplan in einen völlig anderen Zweck umzuwidmen und damit zu entwerten.

Es ist empörend!

Was wurde dem Investor des Weihersgrund Centers versprochen? Etwa eine weitere Verkehrsanbindung ( dritte Fuldabrücke am Wittichsteg ) ? War dies die Vorraussetzung für dessen Investitionszusage zum Einkaufszentrum?

Der Verkehr soll offensichtlich noch bequemer dorthin gelenkt werden. Damit würden die Innenstadtgeschäfte zugunsten des neuen Einkaufszentrums zusätzlich geschwächt. Soll die Bevölkerung in Zukunft möglichst nur noch das Nötigste in der Innenstadt einkaufen?

Für die Anbindung an die Braacher Strasse benötigt die Stadt Rotenburg das Hausgrundstück der Familie Wilfert. Vermutlich wurde hier schon vorsorglich ein Vorverkaufsvertrag abgeschlossen.

Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Stadt schon lange Zeit im Voraus diese Pläne der zusätzlichen Hauptverkehrsstraße geplant hat und nicht ihrer Verpflichtung der frühzeitigen Information der Bevölkerung nachgekommen ist.

Der Bürgermeister hat eine unzulässige Informationspolitik betrieben, die aus unserer Sicht verhindern sollte, dass die Bevölkerung und die Opposition mit in die Entscheidungen einbezogen werden.

Dazu passt auch, dass die Stadt zu einer Bürgerversammlung am 24.06.08 eingeladen hat, während bereits am 19.06.08 im Stadtparlament entschieden wird.

Warum stellt sich Herr Fehr nicht vor der Abstimmung im Parlament den Bürgern? Dies wäre faires und demokratisches Verhalten.

Wahrscheinlich wurde der Termin jedoch so spät gelegt, dass eine Bürgerversammlung die Entscheidungsabstimmung nicht mehr beeinflussen kann.

Wir können auf eine solche Bürgerversammlung am 24. Juni. verzichten.

Insider verbreiten mittlerweile in der Stadt, dass wir machen können was wir wollen, es ist alles bereits beschlossen, entschieden und in trockenen Tüchern.

Wir werden mit allen legalen Mitteln die Pläne von Herrn Fehr verhindern.

Aufruf an alle Bürger in Rotenburg:

Wehren Sie sich, werden Sie aktiv oder helfen Sie durch Ihre Solidarität mit, dass unsere Stadt nicht ihre Attraktivität verliert und durch zusätzlichen Verkehr und hässlicher Brücken verschandelt wird.

Rotenburg im Juni 2008

Elfriede Huth

Enge Gasse 20
Rotenburg

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Heidelind Peichl-Schiffer

Verfolgt man die in der Rotenburg-Bebraer Allgemeinen veröffentlichten Leserbriefe, zu denen ich mich auch bekenne, zum Thema „Wittichbrücke", besteht bei der Bevölkerung unserer Stadt, angrenzenden Ortschaften, einschließlich Touristen und Gästen eine weit überwiegende Aversion zu diesem, mit aller Gewalt zu verwirklichendem Projekt. Rein gefühlsmäßig sind doch mindestens 80% der Bürger mit dem Vorgehen des Bürgermeisters und seiner SPD-Fraktion nicht einverstanden.
Man fragt sich doch, wie die Fraktion der SPD zu 100% für dieses, vom Bürger nicht gewollten, Monstrum stimmen kann, Sind diese Abgeordneten etwa nicht ein Spiegelbild der Bevölkerung? Geben sie vielleicht ihr Rückgrat an der Garderobe ab ? Wie können diese Damen und Herren es wagen, sich weiterhin als unsere, der Wähler Vertreter zu sein? Ich meine sie haben dieses Vertrauen verwirkt. Die Stadtverordneten und der Bürgermeister haben wohl auch verdrängt, dass sie vom Bürger für die Wahlperiode lediglich ein Mandat bekommen haben, also den Auftrag, den Wählerwillen zu vollenden. Niemals hat der Wähler ihnen einen Freibrief ausgestellt, in dieser Zeit zu tun und zu lassen, was ihnen gefällt. Sie sind auch zwischen den Wahlen dem Wohle des Bürgers verpflichtet und ihm Rechenschaft schuldig.
Man wünscht sich in dieser SPD mehr Mandatsträgerinnen und -träger vom Format einer Dagmar Metzger. Diese Frau zeigt in vorbildlicher Weise, wie man in der Politik beispielhaftes Verhalten zeigen kann, auch wenn es den Oberen nicht gefallen mag. Dazu gehört natürlich Mut, den man sich aber offensichtlich in unserer Stadt nicht leisten darf.

Heidelind Peichl-Schiffer

Enge Gasse 27
Rotenburg an der Fulda
06623-5884

Dienstag, 3. Juni 2008

Leserbrief "Wittichbrücke" von Hans Raudonat

wenn ich nicht wüßte, wie schwierig es ist, kommunale, Landes- und Bundesstraßenplanungen unter einen Hut zu bringen, könnte man bei der Planung einer Brücke am Wittig an einen Schildbürgerstreich denken.

Wenn Herr Fehr fest damit rechnet, daß die Fuldabrücke im Zuge der Umgehung Lispenhausen gebaut wird, so sind die Kosten einer 4. Brücke m.E. einfach nicht zu verantworten. Man sollte den Bau der Brücke nahe dem Storchensee dringlich vorantreiben und erst nach deren Fertigstellung die Hauptbrücke in Rotenburg neu bauen oder sanieren.

Hans Raudonat

Mörikestraße 6
36199 Rotenburg - Lispenhausen
Tel.: 06623 5445

Montag, 2. Juni 2008

Leserbrief "Dauerhafte Brücke am Wittich – Sportplatz" von Matthias Becker

Zu dem Bauvorhaben einer dauerhaften Brücke am Wittich - Sportplatz muss die Frage gestattet sein, wer Gewinner und Verlierer dieses Planes ist.

Verlierer sind zunächst die betroffenen Anwohner der Bürgerstraße, die zukünftig mit Lärm und Dreck sowie einem massiven Wertverlust ihrer Immobilien rechnen müssen. Und zwar auch dann noch, wenn die Brücke der Städtepartnerschaft längst saniert ist.

Verloren haben ebenfalls die Bürger Lispenhausens und das Gewerbegebiet Hochmahle. Ein Narr wer glaubt, Rotenburg würde jemals eine vierte Fuldabrücke bekommen! Was das für die Ortsumgehung Lispenhausen und die weitere Erschließung des Gewerbegebietes Hochmahle bedeutet, liegt auf der Hand.

Verloren haben auch die Handel- und Gewerbetreibenden der Innenstadt. Zukünftig braucht der Konsument ja nicht mal mehr durch die Stadt fahren, um zu Tegut und dem noch entstehenden Einkaufszentrum Weihersgrund zu gelangen.

Und damit wären dann auch die beiden Gewinner des Bauprojekts genannt. Ein wenig erstaunt hat mich seinerzeit schon, dass ein Investor viele Millionen verbauen will, und Tegut in großem Stil umbaut und erweitert, bei der derzeitigen Verkehrsanbindung. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

Mit einer sinnvollen, an Fakten und Notwendigkeiten orientierten Verkehrspolitik hat das alles nichts zu tun. Die dritte Fuldabrücke gehört dahin wo sie bisher geplant war, zwischen die Kernstadt und Lispenhausen! Das erspart dem Steuerzahler einen kompletten Brückenbau, mit allen anfallenden Folgekosten.

Ich kann nicht glauben, dass es nicht möglich sein soll erst Baurecht für die Brücke an der Hochmahle zu schaffen, sie zu bauen und dann die Brücke der Städtepartnerschaft zu sanieren. Sowohl Stadtverordnete als auch die Verantwortlichen in Wiesbaden sollten noch einmal über den verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeldern nachdenken!

Matthias Becker

Nürnberger Str. 97
Lispenhausen

Interessengemeinschaft Bürger für die Bürgerstraße - Wichtige INFO

Am Dienstag, den 03.Juni, um 20.00 Uhr wollen wir uns in einer Halle bei Bus-Zilch (Ende der Bürgerstr.) treffen. Das Treffen ist eine geschlossene Veranstaltung der Interessengemeinschaft Bürger für die Bürgerstraße.
Ein zahlreiches Erscheinen möglichst vieler Anwohner (und aller Gegner einer dauerhaften Wittichbrücke) wäre sehr wichtig.

Sonntag, 1. Juni 2008

Meinung von Horst Sauer

Es ist in diesen Tagen festzustellen, dass an der wohl sanierungsfähigen Fuldabrücke Untersuchungen stattfinden, die auf eine genauere Inspektion hindeuten. Demnach ist wohl noch nicht entschieden, inwieweit ein Abriss überhaupt erforderlich ist. Doch vielleicht gibt ja das zuständige Straßenverkehrsamt in Eschwege nähere Auskünfte.
Weiterhin stelle ich fest, dass Straßenbauarbeiten in der Bürgerstraße zu einer Verbreiterung der Fahrbahn Richtung Wittich führen. Das heißt, dass wird wohl in Zukunft die Zuführstraße zur neugeplanten Fuldabrücke werden.
Warum?
Meine Vermutung liegt nahe, dass das Gelände "Am Weihersgrund" an einen Investor verkauft werden soll, der dort einen Einkaufscenter plant. Vielleicht hat er ja zur Bedingung gemacht, dass eine bessere Anbindung durch zusätzliche Verkehrswege notwendig sei, weil ein Abriss der bestehenden Fuldabrücke droht.. Nur so ist die scheinbar eilige Beschlussfassung des Stadtparlamentes zu erklären. Eine Alternative für die Wittichbrücke wird dann aber auch nicht die Fuldabrücke in der Höhe von Lispenhausen sein mit Anbindung an die B 27, denn der Anlieferungsverkehr zu dem neu ernannten Gewerbegebiet "Am Weihersgrund" wird sich dann durch die Breitenstraße wälzen. Außerdem ist zum jetzigen Zeitpunkt die bestehende Landesregierung nur ein Verwaltungsträger und kein Entscheidungsträger, wenn dort ausreichende Mehrheiten für dererlei Planungen fehlen.
Rotenburg befindet sich in einem Stadium des Umbruches. Was will sie? Will sie eher oekonomisch wachsen oder will sie ihre Proritäten auf eine oekologische Basis stellen. Meiner Meinung nach wird die Wirtschaft wie auch die Industrie mehr und mehr reduziert werden. Produktionen werden ins Ausland verlagert, allenfalls heimatliche Handwerksbetriebe bzw. Getränke- und Handelsketten werden für unseren Bereich noch eine Rolle spielen bzw. eine Chance haben. Viel mehr wird sich und sollte sich Rotenburg dem Trend unterwerfen die umweltpolitische Komponente höher zu bewerten als die wirtschaftliche Seite. Hier liegt der Erfolg für die Zukunft. Sie ist doch auf gutem Wege mit HKZ und KKH. Die Renaturierung der Fuldaauen war ebenfalls ein gutes Beispiel. Was ist mit der Bezeichnung Luftkurort?
Soll Rotenburg denn von Brücken umgeben werden, die letztendlich die Stadt in einen Duft von Autoabgasen einhüllt. Es wären noch weitere Gründe zu nennen, die anzubringen wären. Politisch fehlt mir hier einfach die Möglichkeit einer Bürgerbefragung wie in anderen Ländern. Wie wäre es z.B. mit einem Protestmarsch durch die Innenstadtstraßen von Rotenburg. Eine Unterschriftenaktion ist natürlich auch eine Möglichkeit des Protestes, aber reicht m.M. nach nicht aus. Die Behauptungen vieler Schreiber von Leserbriefen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Wittichbrücke wäre, kann damit nicht bewiesen werden. Natürlich birgt das auch die Gefahr, dass sich nicht viele Bürger motivieren lassen, einmal zu demonstrieren nach dem Motto, "ach macht ihr schon mal, ihr werdet das schon hinbekommen". Hinterher aber, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird das Geschrei groß sein!
Jedenfalls möchte ich Ihnen und Ihrer Interessengemeinschaft mitteilen, dass auch meine Frau und ich den Bau der Wittichbrücke gänzlich ablehnen!

Horst Sauer

Leserbrief "„Von allen Brückengeistern verlassen" von Kurt Preißner

Verfolgt man die Berichterstattung sowie die Leserreaktionen in der HNA seit dem 14.05.2008 zur seitens des Rotenburger Magistrats angestrebten Wittichbrücke, wird deutlich, wie groß die Betroffenheit der Rotenburger Bürger diesbezüglich ist.

Zahlreiche Argumente, die gegen eine Wittichbrücke und für eine solche mit Anschluss an die später zu realisierende Ortsumgehung Lispenhausens ( B 83 ) sprechen, sind genannt worden.

Deshalb nur einige, sich aus der bislang praktizierten Vorgehensweise des Rotenburger Bürgermeisters und seines Magistrats sowie der Abstimmung der Stadtverordneten ergebende Überlegungen zum einzufordernden Selbst- bzw. Demokratieverständnis :

1. An erster Stelle sollte – zumal in der Rotenburger Mehrheitsfraktion – die Verpflichtung gegenüber dem Bürgerwillen stehen; diesbezüglich müsste man sich zumindest fragen, ob angesichts des breiten Bürgerprotestes gegen eine Wittichbrücke nicht auch alternative Lösungsvorschläge noch intensiver bedacht werden müssten.

2. Hinzu kommt, dass auf kommunaler Ebene – anders als im Bund praktiziert – Fraktionszwang nicht als unerlässlich angesehen werden dürfte. Es erscheint befremdlich, dass alle Lispenhäuser Stadtverordneten unisono einem Vorschlag zustimmen, der langfristig den Interessen vieler Lispenhäuser Bürger zuwiderläuft. Auch die Opposition kann durchaus Argumente einbringen, denen man sich ggf. auch spät noch öffnen sollte.

3. Wichtig wäre weiterhin die anzustrebende Glaubwürdigkeit, deren Nichtbeachtung zum seitens der großen Parteien stets beklagten Politikverdruss und zu Wahlmüdigkeit führt.

Eine Partei, die sich nach Aussagen führender kommunaler Repräsentanten stets für eine seit Jahrzehnten angestrebte Umgehung nebst dritter Fuldabrück mit Anschluss an die B 83 engagiert hat, um auch das Rotenburger Gewerbegebiet besser anzubinden und die Innenstadt dauerhaft vom Verkehr zu entlasten, schwenkt plötzlich um – und nicht einer meint sich zumindest enthalten zu müssen.

4. Wer von Zumutungen spricht, sollte den Blick für die Realität nicht verlieren.

Laut HNA vom 14.05.2008 äußerte sich der Rotenburger Bürgermeister dahingehend, dass es Rotenburg nicht zuzumuten sei, drei Jahre lang nicht vernünftig erreichbar zu sein.

Lispenhäuser Anwohnern der B 83 wird seit Jahrzehnten zugemutet, einen stetig anwachsenden Verkehrsstrom mit den damit verbundenen Gefahren und Gesundheitsrisiken zu ertragen - sollte dies so bleiben ??

5. Sollte das böswillige Vorurteil, eine der großen Parteien könne nicht mit Geld umgehen, evtl. doch einen wahren Kern enthalten? Hat sich diese Partei in der Vergangenheit nicht auch der Umwelt verpflichtet gefühlt ? Dritte Brücke - vierte Brücke !! Warum nicht gleich Einbetonierung des gesamten Fuldalaufs ? ?

Steuergelder sollten - unabhängig davon, aus welchen Töpfen sie stammen - sorgsam ausgegeben werden; und dies wird sicher in diesem Falle nur einmal geschehen - dann aber hoffentlich sinnvoll !!

Laut HNA meint Bürgermeister Fehr auch, die Brücke bei Lispenhausen müsse dann auch noch kommen.

Viele Lispenhäuser haben sicher keine Lust mehr, am Ende mit dem Argument vertröstet zu werden, eine Partei habe sich ja für ihre Interessen eingesetzt, die andere habe eine Verwirklichung aber verhindert.

6. Planungsrecht sollte für Vorhaben eine verlässliche Grundlage bieten, darf aber nicht zum Selbstzweck werden. Schließlich müsste Kommunalpolitik bezüglich des Planungsrechts langfristig auch auf Veränderungen in Land und Bund drängen, wo ein Arbeiten für die Bürger erschwert und jahrelanger Stillstand produziert wird.

Kurt Preißner

Nürnbergerstr. 81
36199 Rotenburg-Lispenhausen
06623 - 2877

Leserbrief "Der Schrei nach Hilfe" von HelmaGöb

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt Kastanie.
Ich wohne in Rotenburg, die Schöne, an der Fulda, und ich lebe in der Magistrats-Allee.
Angepflanzt hat mich der Magistrat von Rotenburg 2005- 2006, so genau weiß ich das nicht
mehr. In diesem Jahr 2008 haben wir, meine Geschwister und ich, wunderschöne weiße und rote Blüten und hoffentlich erstmals schöne Kastanien.
Aber was habe ich vernommen?! Nein, nix is!!!! Wir werden gekillt!! Von unseren eigenen
Eltern!! Das kann ich doch gar nicht glauben! Man hat uns ins Leben gerufen und will uns schon jetzt gleich wieder morden! Hilfe!! Helft uns!!!

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt: ich bin/ ich war eine kanadische Hybrid- Pappel.
Seit Menschen Gedenken habe ich schon an der Fulda gestanden, „Kyrill" hat an mir gezaust, aber ich hab's überstanden. Mal fiel ein Zweig runter, na und?! Im Februar hat sogar der Bürgermeister mal nach mir gesehen. Fand ich ja ganz toll, wie er mich bewundert hat!! Und dann am 28. Februar sind Leute mit großem Gerät gekommen. Sie haben den Spaziergängern gesagt, sie wollen mich schön machen, sie wollen mich auslichten, aber dann hat man mich „ausgelichtet" bis zum Grund. Ich war doch gesund! Warum tut man so etwas? Warum???

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt Linde.
Schon als man mich gepflanzt hat, war ich als Verkehrsinsel gedacht an der Engen Gasse /Bürgerstrasse. Alle Autos fuhren um mich herum, alle haben das geschafft, keiner hat mich bedrängt. In anderen Orten macht man Bretter um einen so schönen Baum, wenn es mal eng wird. Hier in Rotenburg nimmt man die Kettensäge und raspelt mich ab. Einfach weg!! Und pflastert dann noch alles zu.

Hallo, mein Name ist Baum, genauer gesagt Linde.
Ich stehe an der Bürgerstrasse/ Neustadtstrasse. Noch stehe ich! Wie lange noch? Wenn es den „Stadtvätern" einfällt, dann muss ich wohl auch bald geh'n oder der zunehmende Verkehr von Pkws und Lkws durch die Bürgerstrasse mit Abgasen und wiederholten Sanierungsarbeiten gibt mir den Rest. Meine Wurzeln finden keinen Halt, werden geschnitten, meine verklebten Blätter bekommen wenig Wasser, Luft und Licht. So geht es jemandem, der nicht schreien kann, wenn es ihm weh tut. Liebe Menschenfreunde, tut es für mich!!!
Euch geht es doch genauso!

Helma Göb

Bürgerstraße 45
36199 Rotenburg a.d. Fulda
06623/42773

Leserbrief „Wittichbrücke“ von Helma Göb

Jahrelang haben wir den Lärm ab 7:00 Uhr der Steinmühle und der Bagger ertragen, jahrelang haben wir von Fenstern und Balkons die Kiesstaubwolken weggewischt. Wir wussten ja, das geht mal vorbei ! Nun wird langsam alles wieder grün.

Aber nun soll eine Autobrücke dieses gerade erst gewachsene Naherholungsgebiet zerschneiden.
Mütter mit Kindern, Rollstuhlfahrer aus dem Altenzentrum, Freizeitsportler, Schulkinder, Besucher der Stadt Rotenburg, seltene Vogelarten z.B. Eisvogel, Haubentaucher, Fischreiher, Gänsesäger etc. vergesst alles: Lärm und Auspuffgase sind euch gewiß !

Das, was man mit viel Kosten und hochgelobten Reden geschaffen hat, wird wieder zerstört – aber was stört mich mein Geschwätz von gestern.

In der Hoffnung, doch noch eine Lösung für eine brauchbare Brücke (nämlich die in Richtung Industriegebiet / Kaserne) zu finden, wünsche ich mir ein besonnenes, schildbürgerfreies Handeln des Magistrats.

Helma Göb

Bürgerstraße 45
36199 Rotenburg a.d. Fulda
06623/42773